Wernshausen Pfarrerin Reinhardt ins Amt eingeführt

Annett Recknagel

Stephanie Reinhardt wurde in einem Festgottesdienst in ihr Amt als Pfarrerin im Kirchspiel Roßdorf-Wernshausen eingeführt. Am Nachmittag gab es ein Sommerfest im Pfarrgarten.

Vom Kinderheim gab es eine Schultüte, der Posaunenchor aus Urnshausen spielte „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ und der amtierende Superintendent Alfred Spekker erzählte von seiner Fahrt nach Wernshausen. „Sie haben ihr Ziel erreicht“ hatte sein Navigationsgerät am Ende verkündet und genau diesen Satz befand er für gut für diesen besonderen Tag, für diesen besonderen Gottesdienst. Stephanie Reinhardts Entsendungsdienst ist zu Ende. Jetzt ist sie Pfarrerin. „Kein Mensch wird dir das mehr nehmen – du hast dein Ziel erreicht“, formulierte es Alfred Spekker.

Er gestaltete die Eingangsliturgie im Gottesdienst und übernahm ebenso die Einführungshandlung. Fünf Orte – eine Pfarrstelle. Stephanie Reinhardt war seit der Umstrukturierung für die Gemeinden Rosa, Roßdorf, Eckhardts, Helmers und Wernshausen seelsorgerisch zuständig. „Eine unerfahrene Pfarrerin – was soll das werden?“ – manch einer habe sich diese Frage gestellt, doch die junge Frau habe sich bewährt und die Gemeindekirchenräte hatten sich am 28. April einstimmig für sie entschieden. „Auch ihr habt euer Ziel erreicht“, wandte sich Alfred Spekker an die Damen und Herren. Als amtierender Superintendent des Kirchenkreises Bad Salzungen-Dermbach freute er sich besonders am Ende seiner Dienstzeit noch einmal eine Einführung vornehmen zu dürfen. Doch: „Dieser Tag ist kein Ende, sondern ein Anfang, ein Anfang im Segen“, betonte er. Pfarrerin Stephanie Reinhardt ermunterte er mit einem Vers des Propheten Jeremia: „Ich will dir kundtun große und unfassbare Dinge, von denen du nichts weißt.“

Und weil er weiß, dass man, wenn man im Kirchspiel Roßdorf-Wernshausen zu Gast ist, etwas Rosarotes mitbringen sollte – die Vorgängerin von Stephanie Reinhardt, Jana Petri, die auch gekommen war, hatte diese Tradition geprägt – bekam die frischgebackene Pfarrerin von ihm ein Buch mit rosarotem Einband, das den Titel trug „Das Beste kommt noch“ und aus 100 leeren Seiten bestand. „Fülle diese Seiten mit tollen Predigtgedanken, Telefonnummern und mehr“, so der amtierende Superintendent. Unter Assistenz von Angelika Hundertmark, Jana Petri und Tobias Schüfer wurde die neue Pfarrerin eingesegnet. Danach jubelte der Singkreis: „Singet froh, wir haben Grund zum Danken“. Und endlich kam auch Stephanie Reinhardt zu Wort. „Ich wollte dir nur mal eben sagen, dass du das Größte für mich bist“ – die Liedzeile singen die Sportfreunde Stille in ihrem Song „Ein Kompliment“.

Stephanie Reinhardt richtet das an Gott und hielt eine berauschende Dankespredigt, in der sie erzählte. Von Prüfungen, Diskussionen, Hausarbeiten, Höhenflügen, Niederlagen, Menschen, die sie begleiteten, Seelentröster, Mutmacher, Frohnaturen, ihrer Familie, dem Gemeindekirchrat, den Menschen in ihrem Kirchspiel. „Ich bin begeistert, was da gewachsen ist – das ist Gemeinde“, sagte sie. Und so erlebe sie im Kirchspiel Gemeinschaft an vielen Stellen – zum Beispiel im Gemeindekirchenrat, der immer am gemeinsamen Kurs festhalte oder auch unter den jungen Leuten, die sich aufmachen, ihren Glauben zu leben. „Ich erlebe mich gesegnet, geschützt und getragen“, berichtete sie den Anwesenden. Und bei all dem spüre sie Gott immer an ihrer Seite. „Du hast viel Gutes an mir getan – das alles habe ich nur dich dich geschafft.“ Der Festgottesdienst selbst stand unter dem Motto: „Gott spricht: Ich will dich segnen, denn du sollst ein Segen sein.“ Glückwünsche zur Amtseinführung gab es nach dem Gottesdienst zahlreiche. Unter andrem waren auch die Ortsteilbürgermeister der Kommunen des Kirchspiels anwesend.

Vorausgegangen war dem Festgottesdienst ein buntes Sommerfest im Pfarrgarten Wernshausen mit Kinderspielen, Badespaß und einem gemeinsamen Kaffeetrinken. Der CVJM in Rosa hatte die Zuckerwattemaschine geliehen. Glitzertattoos konnte man sich holen. Den Tischschmuck hatten die Mädchen und Jungen der Kindergärten in Wernshausen und Roßdorf gebastelt. Sing- und Frauenkreis waren für ein Kuchenbüfett zuständig. Für Kinder gab es bunte Limonade. Und so hatten die Gemeindekirchenräte des Kirchspiels und ein Helferteam für einen gelungenen Nachmittag gesorgt.

 

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