Wernshausen Geschichten und ein Dankeschön

300 Senioren, Pflegebedürftige und deren Angehörige feierten im Bürgerhaus „Werra-Aue“ in Wernshausen das Erntedankfest mit viel Musik und einem Programm der Kindergartenkinder.

„Es war so viel Bewegung im Saal. Wir haben selbst gestaunt, wie viele Leute da waren“, sagte Martina Petter nach dem Erntedank-Fest am Freitag in der Wernshäuser Werra-Aue. Die Chefin des Pflegedienstes am Gänsberg, wo das Fest normalerweise unter freiem Himmel stattfindet, musste sich diesmal kurzfristig auf die Unterstützung des Bürgerhaus-Teams verlassen – und wurde nicht enttäuscht. Mit zusätzlich herangeschafften Tischen und Stühlen, bis hin zu Tellern und Tassen, sei es schließlich gelungen, gut 300 Senioren, Pflegebedürftige und deren Angehörige, plus mehrere Dutzend Pflegekräfte, zusammenzubringen.

Für die Musik sorgten die Rosataler Musikanten, gespickt mit den reichlich beklatschten Auftritten der Wernshäuser Kindergartenkinder und dem hauseigenen Chor der Gänsberg-Spatzen. Nach der zweijährigen Coronapause zeige die große Resonanz, wie wichtig solche Treffen für die Menschen seien, so Petter.

Ein treuer Besucher der vergangenen Jahre, der mit seinem Sohn mittlerweile in einem Schmalkalder Seniorenheim lebt, sei der beste Beweis. Immer, wenn Jochen Müller auf der einstigen Kleinsportanlage auf dem Gänsberg saß, die heute zum Pflegedienstgrundstück gehört, blickte er stets auch auf die alte Freilichtbühne – einst ein kultureller Treffpunkt des Dorfclubs, wo unter anderem auch Ostrock-Bands live auftraten.

Als er nach Jahrzehnten sah, wie Regen und Sturm der Bühne über kurz oder lang den Garaus machen würden, fasste er sich ein Herz und griff den neuen Eigentümern mit einer beachtlichen Spendensumme unter die Arme. Das Dach ist mittlerweile wieder dicht und die Bühne bleibt stehen. Dem Spender zur Ehre prangt nun bald eine Sponsorentafel mit seinem Namen an dem Bauwerk. Martina Petter und ihr Geschäftspartner, Steffen Eck, präsentierten sie im Beisein des gerührten Jochen Müller auf der Bühne.

Und das war nur eine der Geschichten aus einem alten Flößerdorf, über die sich die Einwohner künftig wieder öfter auch persönlich unterhalten wollen.

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