Musk hofft, die Produktion der Roboter im kommenden Jahr zu starten. Bei einem angepeilten Ausstoß von einer Million Roboter werde der Herstellungspreis bei 20.000 Dollar liegen, stellte er in Aussicht.
Kontrolle über "Roboter-Armee"
Seine Forderung nach einer Beteiligung von 25 Prozent verbindet Musk direkt mit der Kontrolle über die neue Technologie. "Wenn wir diese Roboter-Armee bauen - werde ich zumindest einen starken Einfluss auf diese Roboter-Armee haben?", sagte er vor wenigen Tagen. Andernfalls sei ihm nicht wohl bei dem Gedanken.
Wenn es Musk vorrangig um den Einfluss im Unternehmen und nicht um Geld geht, hätte Tesla ihm nicht einfach einige Aktien mit zusätzlichen Stimmrechten geben können? Bei Tech-Schwergewichten wie Google und dem Facebook-Konzern Meta sichert ein System mit verschiedenen Aktienarten schließlich seit Jahren die Kontrolle durch die Gründer. Denholm sagte im Wirtschaftssender CNBC, dies wäre nur vor dem Börsengang von Tesla möglich gewesen.
Musk verspricht Millionen Robotaxis
Die Produktion eines neuen Robotaxis-Fahrzeugs ohne Lenkrad und Pedale will Tesla laut Musk im April kommenden Jahres starten. Durch eine hohe Automatisierung hofft er, auf einer Produktionslinie bis zu fünf Millionen der Wagen pro Jahr bauen zu können. Allerdings ist immer noch unklar, ob sein Plan, autonomes Fahren nur mit Kameras umzusetzen, am Ende aufgeht.
Konkurrenten wie die Google-Schwesterfirma Waymo setzten für mehr Sicherheit zusätzlich teurere Laser-Radare ein, die die Umgebung der Fahrzeuge abtasten. Mit Musks Ansatz hat Tesla zwar einen Kostenvorteil - aber es gibt Fragen zur Verlässlichkeit der Technik unter anderem bei schwierigen Sichtverhältnissen.
Bereits früherer Vergütungsplan umstritten
Um den vergangenen großen Vergütungsplan für Musk hatte es eine große Kontroverse gegeben. Bei einem ihm zugesagten Aktienpaket aus dem Jahr 2018 erfüllte Tesla zwar alle damals vorgegebenen Ziele. Doch ein Gericht im Bundesstaat Delaware, in dem Tesla damals formell ansässig war, befand, dass Musk bei Vereinbarung des Plans zu viel Einfluss im Verwaltungsrat gehabt habe und die Aktionäre darüber nicht ausreichend informiert worden seien. Das Berufungsverfahren dazu läuft noch. Tesla verlegte den Firmensitz danach nach Texas und stellte eine Hürde für Aktionärsklagen auf: Sie müssen dafür eine Beteiligung von mindestens drei Prozent haben.