E s war an einem dieser Tage, als ich wieder einmal zu Fuß durch Moshi, eine Stadt am Fuße des Kilimandscharo, lief. Auf dem Weg zu meiner Unterkunft sah ich vor mir einen großen schlanken Mann laufen. Dieser hatte ein schwarz-rotes und sehr spezielles Gewand an. Menschen mit dieser Kleidung hatte ich schon oft in Tansania gesehen. Es sind die sogenannten Massai, ein Hirtenvolk, das für seine unverwechselbare Kleidung, seinen extravaganten Schmuck, seine Tänze und seine spezielle Lebensweise bekannt ist. Ich hatte bereits 2014, als ich zum ersten Mal in Tansania war, einen Massai getroffen. Kisioki – er arbeitete als Nachtwächter in meiner Unterkunft und war der Angestellte meiner deutschen Freunde Thomas und Heike, die seit mittlerweile zehn Jahren in Tansania leben. Damals fuhren wir gemeinsam mit Kisioki in dessen Boma, so ist der Name eines Massai-Gehöfts. Dabei lernte ich seine Familie kennen und erhielt einen kleinen Einblick in die Lebensweise dieses faszinierenden Nomadenvolkes, das unter anderem in der Steppe Südkenias und Nordtansanias lebt.
Weltreise Henry Buchberger Zu Gast bei einem Krieger der Savanne
Henry Buchberger 25.11.2023 - 09:00 Uhr