Weltkindertag in Suhl Spiel und Spaß für alle Kinder

Der Weltkindertag fand auch in Suhl Widerhall – dank Initiative des Vereins „Kids in action“. Auf dem Marktplatz und dem Unteren Markt gab es ein Interkulturelles Kinderfest und ein Bubble Soccer Turnier. Die Kinder aus der Stadt und der Erstaufnahmeeinrichtung hatten viel Spaß.

Noch am Mittag sah es so aus, als sollte der Feiertag komplett verregnet sein und das auf dem Marktplatz vom Suhler Verein „Kids in Action“ anlässlich des Weltkindertages ausgerichtete Fest buchstäblich ins Wasser fallen. Doch pünktlich zum Start schloss der Himmel seine Schleusen, die Regenwolken machten Platz für spätsommerliches blau und sogar die Sonne ließ sich blicken. „Das Glück der Tüchtigen“, kommentierte Mario Schuster, bei dem die organisatorischen Fäden des Tages zusammenliefen, während die vielen ehrenamtlichen Helfer Tische, Bänke und die Bubble Soccer Spielfläche so gut es ging vom restlichen Regenwasser befreiten. Der Ortsverband Suhl des THW hatte einige Zelte aufgebaut.

Abwechslung für Flüchtlingskinder

„Alle Kinder haben Rechte“ – unter diesem Motto boten die ehrenamtlichen Organisatoren den Kindern der Stadt unterstützt von Vereinen und Institutionen, wie der Jugendfeuerwehr, dem Sportbund, dem ASB und dem Feriendorf „Waldfrieden“, an ihrem weltweit begangenen Ehrentag einen vergnüglichen und kurzweiligen Nachmittag. Mit dabei waren auch rund 60 Kinder aus der Erstaufnahmeeinrichtung auf dem Friedberg.

Die engagierten Frauen der Gruppe Sport und Spiel für Flüchtlingskinder um Karin Hornschuch hatten dazu einen Bus organisiert, der die Kinder in die Stadt und am späten Nachmittag wieder zurück brachte. „Es ist wichtig, dass die Kinder mal raus kommen aus der Einrichtung. Dort gibt es durch die noch immer geschlossene Turnhalle kaum noch Möglichkeiten zum Toben, Spielen oder Sporttreiben bei schlechtem Wettert. Dabei brauchen das Kinder dich so sehr“, kritisiert Karin Hornschuch, das trotz des vor Jahresfrist von Migrationsminister Dirk Adams (B90/Grüne) gegebenen Versprechens, die Turnhalle wieder nutzbar zu machen, bisher nichts passiert sei. Vor allem in der jetzt bevorstehenden kalten Jahreszeit werde das zu einem Problem – auch für die erwachsenen Flüchtlinge, die in der Halle immer gern Sport getrieben und Fußball gespielt haben. Die Teestube reiche als Freizeit- angebot nicht aus.

So hatten die Flüchtlingskinder immerhin auf dem Marktplatz viel Spaß mit ihren Altersgenossen aus Suhl und Umgebung. Vieles gab es zu entdecken und zu erleben: Die Hüpfburg, Feuerwehrtechnik und der kleine Drache Grizu, einen Sinnesparcours, eine Bastelstraße, Riesenseifenblasen und natürlich das unvermeidliche Kinderschminken. Die Trommel- und Musikgruppe des Kinder- und Jugendheims Benshausen sorgte für akustischen Schwung und ein Jongleur ließ die Kinder über manches Kunststück staunen. Den krönenden Abschluss des Nachmittags bildete eine große gemeinsame Kinderdisco und natürlich gab es auch Softeis, Zuckerwatte oder Bratwurst.

Attraktion Bubble Soccer

Gleich nebenan auf dem Unteren Markt hatte das Team der Waldfrieden Outdoor Crew (WOC) um Isa und Toffe die Bubble Soccer Arena aufgebaut. Dort kämpften acht vorangemeldete und einige spontan dazugekommene jeweils dreiköpfige Teams immer fünf Minuten mit viel Spaß für Aktive und Zuschauer um Tore. Mit dabei waren etwa Teams aus Dietzhausen oder vom WSV Oberhof. Eingezwängt in eine luftgefüllte Plastikhülle galt es Fußball zu spielen – ein Erlebnis, das für viele Kinder eine überaus spaßige Premiere war. Moderiert wurde das sportlich-spaßige Event von Lai, dem Sprecher der Suhl Gunslingers in gewohnt unterhaltsamer Art und Weise, sodass sich recht schnell auch viele Zuschauer einfanden. Die Bubble Soccer Arena wurde vom WOC kostenfrei zur Verfügung gestellt und kann im Feriendorf „Waldfrieden“ für Feste und Kinderfeiern ausgeliehen werden.

„Die Kinder sind glücklich und wir sind happy“, sagt Mario Schuster mit Blick auf das kunterbunte Treiben. Das sei nur möglich geworden durch die fleißigen Helfer aus den Reihen des Vereins und der Stadt und natürlich durch die großartige Unterstützung der Sponsoren. „Dafür ein ganz dickes Dankeschön“, so Schuster, der dabei vor allem die rund 20 Helfer im Blick hat, die von Auf- und Abbau über die Betreuung der Stationen bis hin zur Versorgung alles im Griff hatten.

Dieses Engagement ist nicht hoch genug einzuschätzen, denn ohne den Verein hätte der Weltkindertag in Suhl wohl kaum solch einen Widerhall gefunden.

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