Weihnachtszauber Beste Shopping-Laune im Advent

Erik Hande

Den Meininger Weihnachtszauber besuchten an diesem Wochenende hunderte Gäste, dazu kamen viele zum verkaufsoffenen Sonntag. Dieser war sehr gut besucht.

Mit einer Tüte vom Heimat-shoppen hatte Bürgermeister Fabian Giesder am Freitag den Weihnachtsmarkt in Meiningen eröffnet. Mit dem Hinweis, dass dieses Mal neben vielen beliebten Angeboten und Ständen statt der energiefressenden Eisbahn nun eine Rollschuhbahn kleine und große Besucher erwartet. „Gehen sie hin, wenn in Meiningen mal etwas rund läuft“, meinte er mit einem Augenzwinkern. Dann hob er am Freitag, neben dem Weihnachtsmann und Jeanine Thürbeck von der Meiningen GmbH stehend, die Tüte mit der Aufschrift Heimatshoppen hoch. „Kaufen Sie nicht im Internet ein, sondern hier in der Stadt“, lud er zum verkaufsoffenen Sonntag ein.

Während am Freitag und Samstag viele neugierige Besucher über den Weihnachtsmarkt schlenderten, Bekannte mit einem Glühwein anstießen und zumeist Kinder und Jugendliche ausgiebig die Rollschuhbahn nutzten, kamen am Sonntag vor allem jene, die Lust auf eine Shoppingtour hatten. Dabei stand nicht unbedingt sofort das Kaufen im Fokus, sondern vielmehr das Schauen, das Flanieren, das Erleben.

Jeanine Thürbeck von der organisierenden Meiningen GmbH war über das vielfältige Interesse der Besucher froh. „Es war uns wichtig, den Besucherstrom an so einem Tag nicht nur in die Innenstadt, sondern auch in die Anton-Ulrich-Straße zu lenken. Die Leute sollen schauen, sich unterhalten und dann zum Kaufen gern wiederkommen“, hoffte sie. Dafür habe man im wahrsten Sinn des Wortes den roten Teppich ausgebreitet. „Wer den einmal betreten hat, der geht ihn auch bis zum Ende“, schilderte die Geschäftsführerin der Meiningen GmbH. Und in der Tat schauten die Besucher von der Ausstellung des Kunstvereins Nekst am Beginn der Anton-Ulrich-Straße bis hinunter zum Blumenladen Blattwerk, in dem Kinder eifrig Weihnachtsschmuck basteln konnten. Wenige Meter weiter stand Fotograf Erhard Driesel bereit, um Kinder gemeinsam mit dem Weihnachtsmann zu fotografieren. Inhaberin Kristin Heidl zeigte sich mit der überwältigenden Resonanz in ihrem Geschäft auf den Aktionstag zufrieden.

Gemütlich saßen derweil einige Damen am Tischchen im Modehaus Kübitz. Über Mode und neueste Trends wurde sich unterhalten, Kleidung angeschaut und begutachtet und sich an der Runde erfreut. „Eigentlich wollte ich draußen einiges anbieten, aber da ist es doch zu frisch. Also kommen die Leute rein, der Laden ist dafür fast schon zu klein, aber es ist gemütlich“, zeigte sich Inhaberin Christel Kübitz gelassen und erfreut zugleich.

In der Anton-Ulrich-Straße wurde derweil noch mehr für Augen und Ohren, aber auch für das leibliche Wohl geboten. So zogen „Die musizierenden Weihnachtsmänner“ auf dem roten Teppich entlang. Machten mal hier, mal dort halt, spielten viele bekannte Weihnachtslieder und verbreiteten am ersten Adventssonntag ein wenig Weihnachtszauber. Rechts und links gab es etliche Glühwein- und Bratwurststände. Kreativ wurde es hingegen am Stand der Kerzenzieher. Hier konnten sich Groß und Klein eine Kerze im eigenen Design anfertigen. Etwa zehn Minuten Kreativität brauchte es dafür, danach noch eine dreiviertel Stunde Wartezeit, damit die Kerze genug Festigkeit bekam. Die Besucher konnten sich inzwischen weiter umschauen und holten das kreative Werk später ab. Schließlich hatten in der Innenstadt auch in der Georgstraße und den angrenzenden Gassen viele Händler ihre Geschäfte am verkaufsoffenen Sonntag mit interessanten Angeboten geöffnet.

Gut aushalten ließ es sich derweil auch auf der Rollschuhbahn. Vor allem Kinder und Jugendliche nutzten die, während Eltern sich in der Zeit meist an einem heißen Getränk wärmten. Bahnbetreiber Marko Otto war mit der Resonanz zufrieden. „Die wird gut angenommen.“ Inzwischen hat er auch von etlichen Schulklassen Anmeldungen, die ihren „Wandertag“ aktiv verbringen wollen.

Ruhig schlendernd waren indes die Menschen unterwegs, die am Sonntag den Weihnachtsmarkt besuchten. In Familie oder mit Freunden einen Glühwein oder Tee trinken, sich unterhalten und gemütlich in die Weihnachtszeit starten, so lautete hier das Motto.

 

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