Weihnachtsmarkt Damit hat der Verein nicht gerechnet

Karl-Wolfgang Fleißig

Erster Weihnachtsmarkt auf dem neu gestalteten Dorfplatz in Schackendorf: Der Besucheransturm kam überraschend.

Eine weihnachtliche Premiere gab es am Samstag im Veilsdorfer Ortsteil Schackendorf. Der dortige „Heimatverein Schackendorf e.V.“ hatte zum ersten Weihnachtsmarkt auf den neu gestalteten Dorfplatz gleich neben der Dorfscheune eingeladen. Die kleinen und großen Gäste kamen zahlreich zu diesem Event – es war ein regelrechtes Gewimmel auf dem Platz. Nach dem Oktoberfest war es die zweite große Veranstaltung des Vereins in diesem Jahr.

Der Dorfplatz war weihnachtlich geschmückt, Pavillons verschiedener Händler waren aufgestellt und auch die Beleuchtung ließ ein Gefühl von weihnachtlicher Stimmung aufkommen. Schneemann und Weihnachtsmann empfingen die Weihnachtsmarktbesucher an einem Torbogen, durch den man von der B 89 kommend auf den Platz gelangen konnte.

In der Mitte des Platzes war ein großes Zeltdach aufgebaut, unter dem die Kindertanzgruppe und Jugendtanzgruppe des Heimatvereins ein Programm gestalteten. Die Weihnachtswichtel gaben eine Probe ihres Könnens mit weihnachtlichen Tänzen ab und die Jugendlichen zeigten beispielsweise ihre Talente im Volkstanz oder Line-Dance. Die Weihnachtswichtel holten gemeinsam den Weihnachtsmann mit seinem großen Sack ab und geleiteten ihn zu seinem Sessel, wo er die Kinder empfing und sie mit einem kleinen Weihnachtsbeutel überraschte. Einen kleinen Wermutstropfen gab es jedoch für das ein oder andere Kind. Die Veranstalter waren von dem Ansturm auf ihren Weihnachtsmarkt überrascht, sodass doch nicht für jeden der kleinen Besucher einer der 80 Beutel griffbereit war. Wie überall bei solchen Veranstaltungen war auch in Schackendorf für das leibliche Wohl bestens gesorgt.

Ziel: Brauchtum fördern

Der Heimatverein Schackendorf hat aktuell 40 Mitglieder und wurde im Jahr 2000 gegründet. Zur Aufgabe hat er sich die Brauchtumsförderung und die kulturelle Förderung im Ort gemacht, sagt Vereinsvorsitzende Antje Deckert. Die Mitglieder versuchen auch, das Fränkische im Tanz und der Kultur zu erhalten. Der Verein hat einen Fundus an alten Trachten, die auch von den Jugendlichen teilweise bei den Tänzen getragen wurden. Überhaupt hat man einen kostenlosen Trachtenverleih, verrät Antje Deckert.

Der Saal in der Dorfscheune, dem Gemeindehaus, war stets gut besetzt und die Schlange am Verkaufstresen riss selten ab. In der Dorfscheune haben die Mitglieder des Heimatvereins auch ihr Domizil. Der gemischte Chor des Ortes ist hier ebenfalls daheim. Bis zum vergangenen Jahr habe man kein Vereinsgebäude gehabt, sagt Antje Deckert. Die Gemeinde hat es aber ermöglicht, dass dieses Objekt so gestaltet werden konnte und dafür möchten die Vereinsmitglieder auch nochmals ihren Dank zum Ausdruck bringen.

Die Kindertanzgruppe umfasst 17 Mädchen und Jungen und die Jugendtanzgruppe zwölf Jugendliche. Die Mitglieder der Tanzgruppen sind jedoch selbst nicht Mitglied im Heimatverein. Die Proben für die Auftritte auf dem Weihnachtsmarkt laufen seit einem Vierteljahr und das in der Regel wöchentlich. Ansonsten ist alle vier Wochen einmal ein Treffen angesagt.

Die intensiven Vorbereitungen der Vereinsmitglieder für das vergangene Highlight haben acht Wochen in Anspruch genommen.

Die Vereinsvorsitzende des Heimatverein Schackendorf freut sich über den „tollen Zuspruch“, den man so doch nicht erwartet habe. Ihr Dank geht an alle, die bei der Organisation und Vorbereitung sowie Durchführung des Weihnachtsmarktes ihre Unterstützung gaben. Der Dank geht aber auch an die vielen Gäste, die am vergangenen Samstag gegen 16 Uhr auf den Dorfplatz in Schackendorf strömten.

 

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