Weihnachtsmärkte Frauenwalder Weihnacht fällt aus

Wahrscheinlich ist in diesem Jahr der Weihnachtsmann nur auf privatem Grund und Boden unterwegs. Foto: Marina Hube

Die Frauenwalder Weihnacht ist abgesagt. Am Donnerstagabend fiel die Entscheidung. Die 2G-Regel sei nicht umsetzbar.

Frauenwald - Etwa 3000 Weihnachtsmärkte richten traditionell Städte und Gemeinden in Deutschland aus, sagte Gerd Landsberg vom Deutschen Städte- und Gemeindebund. In diesem Jahr werden es viel weniger sein. Einer, der in dieser Kategorie der Veranstaltungen fehlen wird, ist die Frauenwalder Weihnacht. Noch am Donnerstagvormittag hatte sich Ortsteilbürgermeister Frank Amm mit Ortsteilräten beraten, wie man es in Frauenwald handhaben wolle und zeigte sich optimistisch. Bis dato hätten alle Genehmigungen vorgelegen. Als am späten Donnerstagnachmittag die neue Verfügung aus dem Landratsamt des Ilm-Kreises eintrudelte, war es notwendig, das Thema Frauenwalder Weihnacht in der Ortsteilratssitzung am Donnerstagabend mit aufzurufen. Entsprechend der neuen Verordnung sei die Umsetzung der 2G-Regel unerlässlich. Für die Organisatoren ein Aufwand, der nicht zu stemmen sei.

Die Frauenwalder Weihnacht sollte im Außenbereich der Nicolai-Kirche stattfinden. Das hieße, das Gelände ist so einzuzäunen, dass man an dessen Zugängen jeden auf geimpft oder genesen kontrollieren kann, der Zutritt wünscht. Frank Amm dazu: „Das ist ein Wahnsinnsaufwand.“ Ortsteilrat Christoph Neumann kann nur den Kopf schütteln. Nicht nur er war überzeugt, dass ihr erarbeitetes Hygienekonzept gut und sicher ist. Würde man die neue Verfügung umsetzen wollen, würde noch intensiver das Schaffen einer Zweiklassengesellschaft gefördert. „Ich bin dagegen.“ Weder Frank Amm, der sich nicht als Ordnungsbehörde sieht noch Norman Kahl, der nicht als Ordnungskraft zur Verfügung stehen würde, sprechen sich unter den Bedingungen für die Frauenwalder Weihnacht 2021 aus. „Unter diesen Bedingungen ist sie nicht durchzusetzen“, betonte Frank Amm ausdrücklich.

Anders könne es bei den Adventsfenstern aussehen, vor denen man sich an einem jeden Tag im Dezember vor Weihnachten treffen kann. Es wäre eine rein private Veranstaltung. Wie Frank Amm sagt, gebe es rein rechtlich ganz andere Vorgaben. Etwa zwölf Familien, Einzelpersonen, Vereine, Unternehmen, Gaststätten hätten sich bisher angemeldet, um ein Adventsfenster in Frauenwald zu gestalten. Neben Liedern, Gedichten, Geschichten, die zu hören sind, ist es die Zeit des Zusammenseins, ein Hauch Gemeinschaft, die vermittelt wird. Der Ortsteilbürgermeister weist darauf hin, dass es nicht gestattet ist, das Drumherum eines Adventsfensters auf öffentlichem Grund und Boden stattfinden zu lassen. Dafür würde man Genehmigungen benötigen. Daher habe er, Frank Amm, auch seine Anmeldung für das Adventsfenster am 1. Dezember zurückgezogen, das er hätte als Privatperson im Haus der Gemeinde öffnen wollen.

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