Weihnachtsbäume in der Rennsteigstadt Sechs beleuchtete Fichten erstrahlen in der Neuhäuser Adventszeit

Madlen Pfeifer
Am Mittwochmorgen ist die zwölf Meter hohe Fichte am Markt in Neuhaus aufgestellt worden. Foto: Stadt Neuhaus

Rechtzeitig vorm ersten Advent stehen in Neuhaus die Weihnachtsbäume. Nur in einem Ortsteil werden die Einwohner heuer abermals ohne beleuchteten Hingucker auskommen müssen.

Neuhaus am Rennweg - In dieser Woche ging es in der Stadt und ihren Ortsteilen in Sachen Weihnachtsbäume in die Vollen. Am Mittwoch informierte Hauptamtsleiterin Sabine Höhn aus dem Rathaus, dass die zwölf Meter hohe Fichte nun am Marktplatz stehe. Die beiden kleineren, jeweils um die sechs Meter messenden Modelle für Steinheid und Lichte habe der Bauhof bereits tags zuvor am Dienstag aufgestellt. Neben den drei Fichten, die im Übrigen Thüringen Forst kostenpflichtig bereitgestellt habe, so Höhn, wurde auch wieder der stilisierte Weihnachtsbaum aus einer Metallkonstruktion für den Kreisverkehr Schwarzburger Straße/Brandweg Ortsausgang in Richtung Lichte installiert, den die Stadt bereits vergangenes Jahr für 630 Euro angeschafft und an jenem Ort stehen hatte. Heuer gesellt sich ein gleiches, wiederum mehrjährig nutzbares Exemplar am Kreisel in der Eisfelder Straße dazu. Beide haben bereits am Mittwoch in der Dunkelheit gestrahlt. Die Fichte am Markt schloss sich dann am Donnerstagabend an. Weil das Lichterfest, an dem der Baum in Vor-Corona-Zeiten traditionell am Freitagabend vorm ersten Advent erleuchtet wurde, auch heuer wieder pandemiebedingt nicht stattfinden kann, ist das Anknipsen der Lichter wieder gleichermaßen unspektakulär ausgefallen.

Ein „Daumen hoch“ schickt am Donnerstagabend Siegfried Lippmann aus Piesau an Freies Wort – inklusive eines Fotos vom Bäumchen, das seit wenigen Minuten das erste Mal auf dem Dorfplatz leuchtet, den der Ortsteilbürgermeister von seinem Grundstück aus sieht. Zwei Tage zuvor hat man die von Friedel Ringling gespendete Fichte aus dessen Piesauer Garten geholt. Eigentlich sollte es eine Tanne vom gleichen Grundstück werden, erzählt Ortschef Lippmann. Die dort sicher rauszubekommen sei wohl zu riskant gewesen. Mit der etwa sechs Meter großen Fichte habe man aber eine gute Alternative gefunden.

Für eine Fichte haben sich auch die Siegmundsburger für den Standort am Gemeindehaus entschieden. Hartmut Koch, Norbert Schilling und Heini Lehmann haben die am Donnerstag mit Genehmigung von Thüringen Forst im Bereich vom nicht allzu weit entfernten Saarweg geholt und gleich aufgestellt. Erstrahlen soll das zwei bis vier Meter in die Höhe gewachsene Modell das erste Mal in der Nacht zum ersten Advent. Ein zweites Bäumchen wird sich am Samstag noch – wie erstmals im Vorjahr – an der Ecke Bundes- und Alte Straße dazugesellen.

Während sich also allerorts im Neuhäuser Stadtgebiet Bürger und Durchreisende an mindestens einem leuchtenden Hingucker pro Ortsteil erfreuen können, wird es in Scheibe-Alsbach abermals dunkel bleiben. „Wo sollen wir denn einen hinstellen“, lautet die Aussage von Ortsteilbürgermeister Jens Rothe mit Blick auf die Bauarbeiten an der Ortsdurchfahrt und die im Zuge dessen als Lagerstätte genutzte Ortsmitte. Offiziell müssen die Scheibe-Alsbacher wegen Platzmangel also erneut auf einen Baum verzichten.

 

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