Weihnachts-Wette Weihnachtsmänner stürmen Supermarkt

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Rewe-Chefin Diana Szymkowiak hat die Wette gerne verloren – 500 Euro spendierte sie für den Feuerwehrverein. Das Geld kommt den Jugendfeuerwehren zu Gute – Stadtjugendfeuerwehrwartin Anke Schatt freute sich.

„Eigentlich nehme ich ja keine Wetten an“, verkündete die Stadtjugendfeuerwehrwartin Anke Schatt. Und dann kam das große Aber: „Wenn es um die Feuerwehr geht, weiß ich, dass ich gewinne.“ Genauso war es. Ganz einfach: Schon im August hatte Rewe-Chefin Diana Szymkowiak Anke Schatt und den Feuerwehrnachwuchs der Stadt Schmalkalden herausgefordert. Selbstbewusst behauptete sie damals, die Mittelstillerin und ihr Team würden es nicht schaffen, 50 Nachwuchsfloriansjünger in Uniform und mit Weihnachtsmützen in den Rewe-Markt zu beordern, um dort gemeinsam ein Weihnachtslied zu singen. Schon damals hatte Anke Schatt leicht geschmunzelt.

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Und am Samstag wurde daraus ein Lachen. Pünktlich um 13 Uhr war im Eingangsbereich des Rewe-Marktes am Festplatz beinahe kein Durchkommen mehr. Kurz vorher waren acht Feuerwehrfahrzeuge vorgefahren. Mit insgesamt 82 Kindern zwischen drei und 16 Jahren an Bord. Die drängten alle in den Supermarkt. Ein jeder trug Uniform und eine rote Weihnachtsmütze und ein jeder konnte den Text von „Kling Glöckchen“ aus dem Effeff. Anke Schatt brauchte nur noch zu dirigieren. Unterstützt wurde sie von den zahlreichen Helfern und Jugendleitern, die freilich alle mit von der Partie waren und kräftig mitsangen.

„Seid ihr bereit, eine Weihnachtswette zu gewinnen?“, fragte die Stadtjugendfeuerwehrwartin in die Runde und ein lautstarkes „Ja“ schallte ihr entgegen. Maik Messerschmidt und Anna-Maria Kaupert, gestandene Feuerwehrleute in Asbach, hielten ihre Gitarren bereit. Drei, zwei, eins. Und los ging es. Für diejenigen, die gerade ihre Einkäufe erledigten, wurde es für Minuten etwas eng, aber auch sehr musikalisch. Ein wenig Weihnachtsvorfreude nahmen sie obendrein mit nach Hause. Die Kinder trällerten nach Herzenslust und freuten sich über die gewonnene Wette. „Ich habe sie natürlich mit Kusshand angenommen“, meinte Anke Schatt im Nachhinein. Und die Rewe-Chefin versicherte: „Ich habe sehr gerne verloren“ und überreichte Anke Schatt einen Scheck in Höhe von 500 Euro. Das Geld kommt der Arbeit der Jugendfeuerwehren im Stadtgebiet zugute und wird aufgeteilt, sodass jede Wehr etwas bekommt. Im übrigen waren Kinder der Jugendfeuerwehren aus Asbach, Mittelstille, Wernshausen, Mittelschmalkalden, Schmalkalden und Springstille anwesend. Der jüngste Spross, Henry aus Mittelschmalkalden, zählt erst drei Jahre und gehört zur Bambinowehr. Selbst der Herrscheklas hatte sich unter die singende Kinderschar gemischt. Richtig so – gehört er im echten Leben ja auch zur freiwilligen Feuerwehr Schmalkalden.