Weidwerk Wildkunden schätzen den Mai-Bock

Thomas Heigl

Die Frühlingsjagden im Schmalkalder Staatsforst sind erfolgreich verlaufen. Dutzende Rehe sind gestreckt worden.

Lugender Rehbock. Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild/Patrick Pleul

Während die meisten Traditionsjäger erst seit dem Mai dem Rehwild nachstellen, sind die Weidmänner des Staatlichen Forstamtes schon seit April auf der Pirsch. Der Startschuss für die Jagd auf Rehböcke und Schmalrehe darf seit einigen Jahren etwas eher fallen, da die Vegetation immer früher anspringt und die Wildtiere in dem grünen Blätterwerk dann viel Deckung finden. Das erschwert die Jagd, die aber sehr wichtig ist, um den jungen Bäumchen eine Chance zum Aufwachsen zu geben.

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„Wir haben seitdem 62 Stücke Rehwild geschossen und sind damit gut dabei“, sagte der Schmalkalder Forstamtsleiter Dominik Hessenmöller. „Nimmt man die beiden ersten Januarwochen hinzu, sind es schon 99“. Im bisherigen Rekordjahr waren im wenige Tausend Hektar großen Landeswald, der vor allem am Pleß und bei Viernau liegt, 365 der kleinen Hirsche geschossen worden.

Der Mai-Bock ist bei den Kunden beliebt. Das Wildbret wird vor allem über den Hofladen des Forstamtes veräußert. „Der Absatz läuft“, so Hessenmöller.

Die großen Jagden werden aber erst im Spätsommer angeblasen. Bis dahin genießen die meisten Wildtiere Schonung, darunter die Ricken als junge oder werdende Mütter.