Weidenschule Reise in ein unbekanntes Land

Annett Recknagel

Gabi Damm und ihr Mann Mikle aus Holzhausen nahmen die Schülerinnen und Schüler der Weidenschule Asbach mit auf eine Reise nach Armenien.

Ulrike Schäfer brachte den Kindern armenische Buchstaben näher Foto:  

„Bari Luis“ heißt wörtlich übersetzt „Gutes Licht“. Die Armenier begrüßen sich am Morgen damit. Und „Arev“ bedeutet Sonne. Diese und noch mehr fremde Wörter aus dem armenischen Sprachschatz lernten die Weidenschüler in dieser Woche während eines Benefizprojektes. Dazu begrüßten sie gleich vier Gäste an ihrer Schule mit Gabi und Mikle Damm aus Holzhausen an der Spitze. Das Ehepaar ist seit Jahren in der Armenienhilfe aktiv.

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Schon zum „Tag der offenen Tür“ der Weidenschule im vorigen Herbst war Gabi Damm in der Asbacher Schule mit einem großen Informationsstand zu Gast gewesen. Ein Teil der damaligen Einnahmen aus dem Kuchenverkauf kamen zudem einer armenischen Familie zu Gute, mit der die Weidenschule in Kontakt steht. Im Kollegium der Schule gibt es außerdem drei Patenschaften, über die monatliche Spenden nach Armenien gehen. Gabi Damm stellte schon damals Kindern und Erwachsenen ihr Hilfsprojekt für eine Familie aus Bergkarabach, genau dort, wo im vergangenen Jahr noch ein Krieg getobt hatte.

Jetzt waren ihr Mann und sie wiedergekommen. Mitgebracht hatten sie Tillmann, Margarit und Ulrike, so dass vier verschiedene Stationen zu Armenien möglich wurden. Eröffnet aber wurde das Projekt in der Mehrzweckhalle. „Kinder helfen Kindern und ich bin dabei“, schmetterten die Weidenschüler zur Begrüßung und hätten Gabi Damm am liebsten sofort mit jeder Menge Fragen gelöchert. So viel Zeit aber war dann doch nicht. Trotzdem gab es während des Stationenbetriebs viele Antworten und der Wissensdurst der Kinder konnte gestillt werden.

In vier Gruppen ging das Projekt weiter. Tillmann übte mit den Kindern ein armenisches Lied ein und spielte Duduk – eine armenische Holzflöte. Margarit berichtete über besondere Tage und Feste in Armenien. Natürlich gab es einen geschmacklichen Höhepunkt. Margarit hatte frische armenische Kräuter mitgebracht und bereitete Lavash, ein typisches armenisches Gericht, zu. Bei Ulrike kamen die Kinder mit dem armenischen Alphabet in Berührung. Ein jeder durfte den Anfangsbuchstaben seines Namens auf dem Papier künstlerisch gestalten.

Fehlt noch Mikle – er hatte eine Buttonmaschine mitgebracht, wo die Kinder mit seiner Hilfe Buttons anfertigen durften. Beliebt waren die Farben Rot, Blau und Organe. Wobei Organe für Aprikosen steht. „In Armenien gibt es die leckersten der ganzen Welt“, hatte Gabi herausgestellt. Nicht minder schmackhaft aber seien Granatäpfel. Natürlich berichtete sie auch über ihre Patenfamilie, die in sehr ärmlichen Verhältnissen lebt und für die sie immer wieder Spenden sammelt. Zu dieser Familie gehören vier Geschwister. Die Kinder waren beeindruckt.

Vorgestellt wurde das Projekt auch auf dem Altmarkt in Schmalkalden. Außerdem gab es in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirchengemeinde in der Schmalkalder Stadtkirche eine Abendveranstaltung. Die Weidenschule organisierte weiter einen Spendenlauf, dessen Erlös der armenischen Familie zu Gute kommen soll.