Einstellungstest bei der Bundeswehr
Wenn die Bewerbung geprüft wurde und alles passt, wird man zum Einstellungstest eingeladen, etwa in einem der 15 Karrierecenter. Je nach Laufbahn- oder Verwendungswunsch wird dann in verschiedenen Bereichen getestet, medizinisch untersucht und interviewt. Etwa in einem computergestützten Test (CAT-Test), einem psychologischen Gespräch, gegebenenfalls einem Sporttest.
Keine Arbeit, sondern Befehl und Gehorsam
Bei positiver Auswahl erhält man dann einen Vertrag beziehungsweise eine Verpflichtungserklärung - und tritt den Dienst an. Rechtlich gesehen handelt es sich nicht um „Arbeit“, sondern um ein Soldatenverhältnis mit Befehl und Gehorsam, das dem Beamtentum ähnelt.
Es ist jedoch noch starrer organisiert, etwa im Hinblick auf Impfungen, Tätowierungen, die Frisur oder Streik- und Protestmöglichkeiten – sicherlich nicht für jede(n) das Richtige.
Auch nach Dienstantritt kommt es deswegen mitunter noch zur Wehrdienstverweigerung, die allerdings nur aus Gewissensgründen erlaubt ist. Übrigens können Soldatinnen und Soldaten anders als Berufsbeamte in der Regel nicht auf den Vorteil der lebenslangen Alimentation zählen – mit Ausnahme derjenigen Generalstabsoffiziere, die wirklich bis zur Pensionierung dienen.
„Um unnötige Eingriffe in die Lebensgewohnheiten auch außerhalb des Dienstes zu verhindern“, erlaubt die Bundeswehr Frauen jedoch, ihre Haare lang zu tragen - anders als bei männlichen Soldaten. „Dabei gilt die Voraussetzung, dass Haare, die den Kragen berühren würden, zum Zopf oder Dutt hochgebunden sein müssen.“