Wegen Corona Lauscha hat ein Online-Faschingsprinzenpaar

Um trotz Corona ein wenig Faschingsstimmung zu verbreiten, hatte der Lauschaer Carnevalverein alle Fans der fünften Jahreszeit aufgerufen, sich erstmals als Online-Prinzenpaar zu bewerben. Das Rennen gemacht haben Prinz Tina I. online und Prinzessin Madlen I. online.

Lauscha - Mit einer Revue der vorangegangenen 20 Prinzenpaare auf  diversen Internetplattformen stimmten LCV-Präsident Günther Horn und seine Mitstreiter vorab alle Faschingsbegeisterten auf das Novum ein. Am Samstagabend präsentierte Horn schließlich die diesjährigen Regenten, die der Vereinsvorstand unter den Bewerbern ausgewählt hatte: Prinz Tina I. online und Prinzessin Madlen I. online.

Nach dem standesgemäßen Einmarsch auf dem Bildschirm hielten die beiden ihre Thronrede ans närrische Volk. „Wir hoffen, dass dies eine einmalige Aktion bleibt und das nächste Prinzenpaar nicht wieder virtuell wird“, betonte Tina Brandt und legte, natürlich in Lauschner Mundart, los: „Iich, Prinz Tina I., mach gor kee Gemöhr, dröm trink ma erschtamol an Eierlikör.“

Auch danach befleißigten sich beide der typischen Lauschner Wortwahl und Aussprache, die an dieser Stelle für die Leser ins geläufigere Hochdeutsch übersetzt werden soll. So hieß es etwa: Ich begrüße die Narren, wo auch immer sie sich verstecken – beim Nachbarn, im Keller oder in andren dunklen Ecken…Es (Corona samt Einschränkungen) tut langsam an den Nerven zehren. Drum gönnen wir uns einen Likör aus Johannisbeeren…“

Prinzessin Madlen Bäz empfahl ihren närrischen Untertanen: „Macht euch trotz allem ein paar schöne Stunden zu Hause!“

Danach machten die zwei eine Trinkspruchpause. Mit einem dreifach donnernden „Spiss-Kist“ entließen am Ende Prinzenpaar und Präsident ihr Gefolge in diese total untypische, gezwungenermaßen sehr eigenbrötlerische und mit Abstand traurigste Fosenocht. dh

 

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