Der Wasunger Stadtrat hat sich zur jüngsten Sitzung vor der Sommerpause in einer Stellungnahme gegen den vorliegenden Entwurf des Regionalplans für Windvorranggebiete der regionalen Planungsgemeinschaft Südwestthüringen ausgesprochen. Das teilte Bürgermeister Thomas Kästner im Nachgang der Sitzung mit – das Stadtoberhaupt war zur Tagung aufgrund eines Termins in Erfurt nicht selbst anwesend und wurde durch den 1. Beigeordneten Mike Türk vertreten. Im Blick standen insbesondere die die Gemarkung Wasungen betreffenden beziehungsweise angrenzenden Windvorranggebiete W-16 Hetzberg zwischen Christes, Grumbach, Möckers und Metzels mit einer Fläche von fünf Quadratkilometern sowie das W-18 Wacholderberg zwischen Mehmels und Walldorf mit 1,67 Quadratkilometern Fläche. Der Beschluss zur Stellungnahme fiel einstimmig, sich gegen die Ausweisung der beiden genannten Areale als Windvorranggebiete auszusprechen. Die Stellungnahme nebst Erläuterungen – diese waren zur Sitzung noch nicht detailliert benannt worden – sollte rechtzeitig bis Fristende der öffentlichen Auslegung am 20. Juli bei der regionalen Planungsgemeinschaft eingehen. Die bindende Ausweisung von Vorranggebieten in welcher Form und Größe auch immer bis Ende 2027 im Freistaat schließe allerdings 98 Prozent der Flächen Südthüringens von einer Bebauung mit Windkraftanlagen aus – komme es dazu nicht, bestehe die Gefahr, dass nahezu überall theoretisch Windräder gebaut werden könnten, merkte Kästner abschließend an.