Wasserversorgung Reicht das Wasser noch für die Sportplätze?

Ute Weilbach

Frage im Ortsteilrat Frauensee: Eigentlich ist genügend Wasser vorhanden – wieso wurde die Bewässerung des Sportplatzes reduziert?

Die Bewässerung des Sportplatzes in Frauensee wurde in Abstimmung mit dem Sportverein reduziert. Foto: Heiko Matz

Die Mitglieder des Ortsteilrates und die Gäste der Sitzung fragten sich, warum die Bewässerung des Sportplatzes in Frauensee gedrosselt worden sei. Denn laut Aussage des Verbandes gebe es trotz des heißen Sommers überall genügend Trinkwasser. Die Redaktion fragte beim Fachbereichsleiter Wasser des Wasser- und Abwasserverbandes Bad Salzungen, Christian Spieß, nach. Es sei richtig, dass im ganzen Verbandsgebiet genügend Trinkwasser für die Versorgung der Bürger vorhanden sei, sagte er. Das gelte auch für Frauensee. Reagiert habe der WVS, weil ein großer Teil des zur Verfügung stehenden Wassers im Hochbehälter in die Bewässerung des Sportplatzes geflossen sei.

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Konkret liege der Wasserverbrauch in Frauensee bei durchschnittlich 80 Liter pro Kopf am Tag. Für den Sportplatz seien umgerechnet 50 bis 60 Liter pro Kopf und Tag verbraucht worden. Sprich, der Wasserverbrauch in Frauensee sei unverhältnismäßig auf 130 bis 140 Liter pro Kopf und Tag gestiegen. „Damit waren die Relationen nicht mehr gegeben. Erst recht nicht in einem so heißen Sommer, in dem niemand vorhersagen kann, wie lange die trockene Periode noch andauert.“ Der Verband habe gegensteuern müssen und habe das Gespräch mit dem Sportverein gesucht, so Spieß. Bei den Sportlern sei man auch auf Verständnis gestoßen. Die Bewässerung des Platzes sei reduziert worden, in einer Woche sei sie sogar eingestellt worden. In dieser Woche sei sie aufgrund des Trainingscamps der Kinder reduziert wieder aufgenommen worden.

Abgeklemmt worden sei die Bewässerung des Sportplatzes in Frauensee durch den Verband nie, stellt Spieß klar. Im Einverständnis mit den Sportlern sei sie lediglich auf ein vernünftiges Maß reduziert worden. Denn eins stehe außer Frage, der Verband müsse in erster Linie die Versorgung der Bürger mit Trinkwasser garantieren. Dafür müsse auch Vorsorge getroffen werden.