Neue Trinkwasserschutzgebiete lassen sich nicht von heute auf morgen ausweisen. Für die Schutzgebiete im Sonneberger Land sei die Festsetzung vor 20 Jahren beantragt worden und aktuell gehe man gerade einmal beim Trinkwasserschutzgebiet Effelder in die Festsetzungsphase, erläutert Bernd Hubner. Der Werkleiter der Sonneberger Wasserwerke verweist auf einige Investitionen im Trinkwasserbereich im Gebiet des Wasser- und Abwasserzweckverbandes (WAZ), der den größten Teil des Landkreises abdeckt. Insbesondere zielt der Verband auf eine Stabilisierung der Trinkwasserversorgung. Bereits seit einigen Jahren folgt der WAZ dieser Strategie, die auch auf klimatische Veränderungen reagiert. Einige Quellgebiete, die bislang kleinere Ortschaften versorgt haben, bieten keine Versorgungssicherheit mehr. So wurden bereits die Quellgebiete bei Rabenäußig (Gemeinde Frankenblick) und Mausendorf (Stadt Schalkau) ersetzt, indem diese Orte an Trinkwassernetze angeschlossen wurden, wie diese Zeitung berichtet hat. Aktuell befinde sich der Anschluss der Sonneberger Ortsteile Friedrichsthal, Eschenthal und Georgshütte an die Gruppenwasserversorgung Steinach/Lauscha in Umsetzung im dritten Quartal dieses Jahres. „Damit werden die letzten oberflächennahen Quellgebiete außer Betrieb genommen“, sagt Hubner. Die Kosten liegen bei 780 000 Euro, werden aber mit 210 000 Euro durch den Freistaat Thüringen gefördert.