„Der wahre Gesang ist der Männergesang“, so hatte es einst schon Kurt Tucholsky in einem Beitrag der „Weltbühne“ im Jahr 1927 festgestellt. Auch, „dass das deutsche Volk als das sangesfreudigste der Welt mit Fug angesehen werden kann“. Damit hatte der bekannte Schriftsteller und Publizist aus heutiger Sicht wohl durchaus recht. Dass allerdings „Männergesangvereine eine Menschenmenge sei, die sich öffentlich zusammenrotte, um mit vereinten Kräften gegen Personen oder Sachen Gewalttätigkeiten zu begehen ...“, das kann man ihm nun wahrlich nicht abnehmen. Und falls doch, dann nur mit einem gehörigen Augenzwinkern, zumal sich Tucholsky ja auch als brillanter Satiriker verstand.