„Rein fachlich ein spannendes Thema“, sagt der promovierte Geologe Lutz Katzschmann im Gespräch mit unserer Redaktion. Das sogenannte Senkungsgebiet aufgrund von oberflächennahen Salzvorkommen im südthüringischen Oberrohn zwischen Eisenach und Bad Salzungen im Wartburgkreis liegt ausgerechnet unterhalb der Bahnstrecke RB 41. Hier sackt die Erde nach bisherigen Erkenntnissen rein rechnerisch 0,13 Millimeter am Tag, vier Zentimeter im Monat und einen halben Meter pro Jahr ab. Um die geologischen Verhältnisse im Umfeld der Bahnstrecke kümmert sich das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN), wo Lutz Katzschmann die Abteilung 8, Geologie und Bergbau leitet. Den Bahndamm selbst betreuen Ingenieurbüros im Auftrag der Deutschen Bahn AG. „Schlussendlich muss die Bahn festlegen, was für Möglichkeiten gebe es denn. Man könnte die Bahnlinie verlegen, um aus dem kritischen Bereich herauszukommen“, sagt der 62-Jährige, der nach eigenen Angaben seit 1994 im TLUBN tätig ist. Deshalb habe die Bahn selbst an der Stelle bis zu 100 Meter in die Tiefe gebohrt.