War es der Wolf? Neun Schafe im Wartburgkreis getötet

Der enorme Riss im nördlichen Wartburgkreis wäre einer der größten des Jahres. Wie auch am Wochenende bei Schmalkalden steht wieder die Frage: Hat der Wolf zugeschlagen?

Hat er wieder neun Schafe auf dem Gewissen? Foto: Armin Weigel/dpa

- Mindestens neun Schafe sind beim Angriff eines Raubtiers in Bad Berka vor dem Hainich (Wartburgkreis) getötet worden. Laut vorläufiger Einschätzung des Kompetenzzentrums Wolf könnte es sich um einen Wolf oder Hund gehandelt haben, teilte ein Sprecher des Umweltministeriums am Mittwoch mit. Genproben seien genommen worden und würden ausgewertet.

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Es wäre einer der größten Wolfsrisse in diesem Jahr in Thüringen. Erst Mitte Juli hatte ein Wolf 25 Schafe im Landkreis Gotha getötet. Bei 21 toten Schafen Ende Juni im Wartburgkreis wurde ein Hund als Verursacher ermittelt. Bad Berka vor dem Hainich liegt nördlich der Autobahn 4 bei Eisenach.

Bei dem Vorfall am Dienstag seien neun Schafe tot aufgefunden worden. Weitere Tiere seien so stark verletzt gewesen, dass sie später getötet werden mussten, sagte der Sprecher weiter. Eine endgültige Zahl stehe erst in den nächsten Tagen fest, da noch nicht alle Tiere gefunden worden seien. Die Herde sei durch ein 90 Zentimeter hohes Netzgeflecht geschützt gewesen. Optimal sei ein Zaun von mindestens 120 Zentimetern.

Am vergangenen Wochenende waren im Nesselgrund nahe dem Rennsteig im Kreis Schmalkalden-Meiningen fünf Tiere einer Herde aus 50 Zackenschafen, einer ungarischen Rasse, gerissen worden. Der Schäfer vermutet hier ebenfalls einen Wolf als Täter. Ein Rissgutachten soll weiteren Aufschluss bringen. Der Ort des Geschehens liegt nahe dem Wolfsterritorium um Floh-Seligenthal und Trusetal.