Wandelkonzert in Sonneberg Palmsonntag: Kreuzweg einmal anders

Zu einem Wandelkonzert mit Imbiss laden zwei Sonneberger Kirchengemeinden am Palmsonntag ein, in eine katholische und eine evangelische Kirche.

Der Kammerchor Sonneberg begleitet das Wandelkonzert. Foto: privat

Chormusik a cappella mit dem Kammerchor Sonneberg und Klänge an der frisch restaurierten Kreutzbach-Sauer-Orgel stehen im Mittelpunkt eines Wandelkonzertes in Sonneberg am Palmsonntag. Die katholische Kirchengemeinde St. Stefan und die evangelisch-lutherische Kirchgemeinde St. Peter laden am 29. März, in der Zeit von 16 bis 18.30 Uhr dazu ein; an der Orgel ist Hilger Kespohl, Bremen/Hamburg, zu erleben. Eingebettet in die beiden Konzertteile ist ein Imbiss im katholischen Gemeindehaus, bei dem die Musikfreunde auch ins Gespräch kommen können, um im Anschluss nach Art einer Prozession um 17.10 Uhr gemeinsam zur Sonneberger Stadtkirche zu gehen.

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Aus dem 17. Jahrhundert stammt das „Miserere“ (Erbarme dich) von Gregorio Allegri, eine für lange Zeit geheim gehaltene Partitur, die ihren festen Platz in der Karwoche der Sixtinischen Kapelle, Rom, hatte. „Die Komposition stellt eine Vertonung von Psalm 51 als dem dritten der sieben Bußpsalmen der Vulgata (die lateinische Version der Bibel) dar und ist mit ihren drei kompositorischen Ebenen (Chor eins, Gregorianische Gesänge, solistisch geführter Chor zwei mit extremer vokaler Bandbreite, Solosopran: Luise Hecht) ein einzigartiges Bußgebet von eindringlicher Intensität“, kommt Martin Hütterott, Kantor und Kapellmeister der Stadtkirche Sonneberg, ins Schwärmen. Die achtstimmige Motette „Komm, Jesu, komm“ von Johann Sebastian Bach füge sich wie auch die Trauermotette „Wie liegt die Stadt so wüst“ von R. Mauersberger inhaltlich in den Rahmen, wobei das Konzert mit dem achtstimmigen „Kyrie“ der Messe in Es-Dur von J.G. Rheinberger eröffnet wird.

Hilger Kespohl. Foto: privat

„Agnus Dei“(Lamm Gottes, der du trägst die Sünd´der Welt), eine Klagemotette von 2022 aus der Feder von Carl Theodor Hütterott, die mit dem sehnlichsten Friedenswunsch „Dona nobis pacem“- gib uns Frieden – , endet, beschließt das Vokalkonzert.

Preisträger an der Orgel in St. Peter

Hilger Kespohl, Preisträger mehrerer internationaler Orgelwettbewerbe, veranstaltet Konzertreihen an historischen Orgeln in Norddeutschland und konzertiert im In- und Ausland. An der Hochschule der Künste in Bremen ist er zudem Lehrbeauftragter für Orgelspiel. In der Stadtkirche spielt Kespohl ab 17.30 Uhr Orgelwerke von Johannes Brahms, Max Reger und die große Partita über das Passionslied „Sei gegrüßet, Jesu gütig“ von Johann Sebastian Bach. Besonders aufhorchen lassen dürfte auch das 7. Choral-Poem von Charles Tournemire (1870-1939) aus 7 Chorals-Poèmes: „Hodie mecum eris in Paradiso“ (Heute wirst du mit mir im Paradiese sein), macht Martin Hütterott neugierig. Der Eintritt für beide Veranstaltungen ist frei, für die Deckung der Kosten werden Kollekten erbeten.