Wallbach Graffiti-Projekt: MehrWallbach-Motive gewünscht

Emanuel Klee (Mitte) stellte seine Vorlage für die geplante Graffiti-Gestaltung an der Hauptstraße vor. Foto: /Lena C. Stawski

Emanuel Klee war bei der Sitzung des Ortsteilrates in Wallbach zu Gast. Der bekannte Künstler stellte dort den Entwurf seines zukünftigen Projektes vor.

Wallbach - Die Bürgerbeteiligung der Ortsteilratssitzung in Wallbach am Mittwoch war rege. Die Teilnehmer zogen zu Beginn der Sitzung im Bürgerhaus in die Räumlichkeiten eine Etage höher um, um den nötigen Abstand zu gewährleisten. Zu Gast war Emanuel Klee. Der professionelle Graffiti-Künstler aus Meiningen stellte Ortsteilbürgermeister Thomas Hartung sowie den anwesenden Räten und Bürgern den Entwurf seines Projektes vor. An der Hauptstraße soll ein Kunstwerk entstehen, das den Ort repräsentiert. Rund 250 Meter Betonmauer sollen gestaltet werden. Die Anwesenden sahen sich Klees Entwurf an. Sie äußerten den Wunsch, dass noch mehr Motive aus Wallbach eingebracht werden könnten, wie die Oberwallbachsmühle oder der Brunnen. Die Maßnahmen wurden von der Stadt Meiningen im Haushalt eingeplant, erklärte Cornelia Kraffzick, die ebenfalls in der Ortsteilratssitzung zugegen war. Die Kosten der derzeitigen Vorlage belaufen sich auf 6300 Euro. Es wurde beschlossen, dass der Entwurf in diesem Rahmen überarbeitet werden soll. Je komplexer das Motiv desto größer sei der Arbeitsaufwand, erklärte Klee.

Der Künstler möchte noch prüfen, wie anfällig die Farbe des geplanten Kunstwerkes an der Hauptstraße für Streusalz sein könnte. Schmutz sei kein Problem. Im Schnitt würden seine Bilder zehn Jahre halten, sagte er. Die Änderungen der Vorlage sollen im Schaukasten des Bürgerhauses ausgehängt werden.

Des Weiteren informierte Ortsteilbürgermeister Thomas Hartung darüber, dass die Stadt Meiningen einen Bürgerhaushalt plane, wo Bürger Projekte, die finanziert werden sollen, vorschlagen können. Hartung setzte die Teilnehmer der Sitzung außerdem davon in Kenntnis, dass die Digitalanzeige zum Tempolimit im Ort, welche noch nie richtig funktioniert habe, an den Hersteller zur Reparatur geschickt worden sei. Mitglieder vom Heimatverein sprachen zudem das Thema Müll und illegale Grünschnittentsorgung an. Sie schlugen vor, Müll-Sammelaktionen zu starten, wie es bereits andere Ortsteile täten. Der Ortsteilrat will wegen der Problematik das Ordnungsamt eingeschalten.

Diskussionsstoff bot unter anderem auch ein zugewachsenes Denkmal, das sich an der Mühlleite befindet. Laut Ortsteilratsentschluss sollte die Inschrift schon vor einigen Wochen entweder auf dem Friedhof oder in der Kirche aufgestellt werden, sagte Hartung. Nun soll der Gedenkstein am 12. Juni in einer Gemeinschaftsaktion, die von Uwe Reich und Roberto Schrickel initiiert wird, freigeschnitten werden. Der Termin für diese Maßnahme wird am Montag im Schaukasten des Bürgerhauses veröffentlicht. Die Woche darauf will sich Kraffzick das Denkmal gemeinsam mit dem Ortsteilbürgermeister ansehen. Sie möchte die Inschrift fotografieren und die Aufnahmen der Archivarin der Stadt Meiningen zeigen. „Ein Denkmal sollte gepflegt werden“, sagte sie auf der Sitzung.

 

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