Waldbad Oberschönau Beton für Planscher und Edelstahl für Springer

Annett Recknagel

Die Ehrenamtler des Schwimmbadvereins in Oberschönau nutzen derzeit jede freie Minute, um das idyllische Waldbad auf Vordermann zu bringen. Im Juni soll auch hier die Saison starten.

Mika und Milan freuen sich auf die neue Schwimmbadsaison in Oberschönau. „Ich spring schon vom Turm“, sagt Mika und Milan kann es kaum erwarten, endlich im Planschbecken zu spielen. Das wird in diesem Sommer besonders schön. Denn: Das Becken ist das neueste Projekt des rührigen Schwimmbadvereins, der sich in der mittlerweile neunten Saison um die Instandhaltung und Betreuung des Bades in Oberschönbau kümmert.

Am Samstag wurde dort Beton gemacht. „Vorher haben wir den Boden rausgestemmt“, berichtete Thomas Neues, der Vorsitzende des Schwimmbadvereins. Seit Bestehen des Waldbades in Oberschönau habe das Planschbecken bislang noch keine derartige Erfrischungskur erhalten. Also wurde das höchste Zeit. Am Samstag in aller Frühe kam das Planschbecken an die Reihe. Nötig wurden die Arbeiten, weil im dortigen Bereich Jahr für Jahr Wasser verloren ging.

Nun hoffen die Mitglieder, das Problem im Griff zu haben. Natürlich war das im Rahmen des jüngsten Arbeitseinsatzes nicht die einzige Maßnahme. Risse im Boden des Schwimmerbeckens mussten behoben und ausgeglichen werden. Löcher gab es etliche. Auch die Wände brauchten, wie so oft, neue Farbe. Die Vereinsfrauen kümmerten sich um die Bepflanzung, jäteten Unkraut, brachten den Kiosk auf Vordermann und halfen auch beim Streichen.

„Viel Arbeit“, weiß Thomas Neues und erzählt, dass der Verein mit seinen 120 Mitgliedern derzeit eine ganze Liste mit jeder Menge Aufgaben in Sachen Schwimmbad abarbeitet. Seit März sind die Damen und Herren aktiv. Jedes Wochenende sei seitdem genutzt worden, wie auch etliche Stunden nach Feierabend. Alles ehrenamtlich, versteht sich. Nachdem das Wasser, das über den Winter im Becken bleibt, damit die Wände nicht einfrieren, im Frühjahr abgelassen ist, wird die Lage gecheckt und kräftig durchgespült.

Hilfe aus lokaler Wirtschaft

Schließlich muss der Schlamm raus. Das alles haben die Vereinsmitglieder schon bewältigt. Genauso wie sie die Geländer bereits abgeschliffen und auch neu gestrichen haben. „Das war eine Mammutaufgabe“, sagt Thomas Neues. Man habe mit sehr viel Rost gekämpft.

Froh ist Neues, mit der Arnold AG und den dortigen Auszubildenden ein weiteres Projekt für das Schwimmbad an Land gezogen zu haben. Das betrifft das Geländer auf dem Sprungturm. Es soll demnächst erneuert und durch ein Edelstahlgeländer ersetzt werden. Natürlich wissen alle, dass es bis zur Saisoneröffnung Mitte Juni nicht mehr weit ist. Deshalb müssen sie sich sputen. Schließlich muss von den Behörden das Bad auch noch abgenommen werden.

Im Außenbereich gibt es auch noch viel zu tun. Etwa neben dem Kiosk. Den Platz gilt es mit Fallschutzmatten zu versehen. Mit dem plötzlichen Tod des einstigen Vorsitzenden, Jens Scheerschmidt, hatte der Schwimmbadverein vergangenes Jahr ein trauriges Ereignis zu verkraften. Froh sind alle Mitglieder, dass dessen Frau und Sohn weiterhin sehr aktiv sind und tüchtig mithelfen.

Auch in der neunten Saison wird der Betrieb des Waldbades in Eigenregie des Vereins ablaufen. Für den Kiosk gibt es schon einen Einsatzplan. Wasser soll in der ersten Juni Woche in die Becken kommen. Thomas Neues spricht von 18 Grad Wassertemperatur. Mit Peter Jung steht der Schwimmmeister auch bereits fest. Und wie immer wird es zwei Feste zur Saisoneröffnung und zu deren Abschluss geben, bei denen Spenden für das Bad willkommen sind.

Offen lassen wollen die Vereinsmitglieder das Bad so lange wie möglich. Und freilich hoffen alle auf eine möglichst sonnenreiche Saison und viele Besucher unter den Zwölf Aposteln. Die können sich in den Internetauftritten auf Facebook und Instagram über den aktuellen Stand der Arbeiten informieren.

 

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