Am Samstag war bekanntgeworden, dass der Wal verletzt ist, mutmaßlich durch Schiffsschrauben. Zudem gebe es Abdrücke, wahrscheinlich von einem Netz. Aufgrund seines Gewichts sei er bereits 50 bis 60 Zentimeter in den Ostseeboden eingesunken. Währenddessen soll der Wasserpegel nach Angaben des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie in der Bucht bis zum Dienstag voraussichtlich wieder ansteigen.
Meeresbiologin: Körpergewicht drückt auf die Organe
Wie lange der Überlebenskampf des Wals noch dauert, ist unklar. "Bei einem Großwal kann der Sterbeprozess mehrere Tage dauern, während denen der Druck des eigenen Körpergewichts zunehmend die Organe schädigt", erläuterte die Meeresbiologin Tamara Narganes Homfeldt von der Organisation Whale and Dolphin Conservation (WDC) der Deutschen Presse-Agentur. Langfristig werde dies zu einem Kreislaufkollaps und Organversagen führen.
"Wenn der Buckelwal gestorben ist, wird sich dies durch völlige Regungslosigkeit sowie insbesondere eine fehlende Atmung über einen längeren Zeitraum von etwa einer Stunde bemerkbar machen", erläuterte die WDC-Expertin. Dass der Wal gestorben ist, werde sich zudem wenige Tage später durch Gase zeigen, die den Walkadaver aufblähen und für Verwesungsgerüche sorgen.