Dass die deutsche Wirtschaft derzeit in einer tiefen Krise steckt, ist keine neue Erkenntnis. So findet sich dies in den Wahlprogrammen aller Parteien für die Bundestagswahl wieder. Die Wege, die da nach Ansicht der Parteistrategen heraus führen sollen, sind unterschiedlich. So ist etwa bei SPD und Grünen die Idee eines „Deutschlandfonds“ über 100 Milliarden Euro (SPD) zu lesen, aus dem Investitionen und Innovationen in der Wirtschaft gefördert werden sollen, bei der Linken soll der „Investitionsfonds“ sogar 200 Milliarden Euro groß ausfallen. Zudem planen die Parteien Investitionsprämien. Demgegenüber setzen Union, FDP, AfD und auch das BSW vor allem darauf, die Wirtschaft von bürokratischen Hemmnissen zu befreien, was ihr schon viel helfen würde, um international wieder wettbewerbsfähig zu werden. Auch ein Punkt dabei: Die Rückkehr zum ermäßigten Mehrwertsteuersatz in der Gastronomie, wie er in der Corona-Zeit galt (CDU, FDP, AfD, BSW). Die „Übererfüllung von EU-Normen“, die abgeschafft werde, findet sich bei Union, FDP und BSW; während die AfD die ganze EU in Frage stellt. Auch konkrete Normen, die wegfallen sollen, finden sich bei den genannten Parteien: Das Heizungsgesetz (mit dem Verbot von neuen Öl- und Gasheizungen), das Lieferkettensorgfaltsgesetz, die Nachhaltigkeitsberichterstattung und das Verbot neuer Autos mit Verbrennermotor. Vieles davon war Bestandteil des sogenannten Green Deals in der EU.