Wahlen 2021 Schmalkalder schickt seine Stimme aus Island

Am 26. September wählen in der Stadt Schmalkalden zirka 16.000 Wahlberechtigte den 20. Deutschen Bundestag. Symbolbild. Foto: dpa/Sebastian Kahnert

In Schmalkalden zeichnet sich schon jetzt eine hohe Briefwahlbeteiligung ab. Mehr als 1000 Wahlscheine sind bereits beantragt worden.

Schmalkalden - In der Stadt Schmalkalden sind rund 16.000 Wahlberechtigte aufgerufen, am 26. September den 20. Deutschen Bundestag zu wählen. Die Wahlbenachrichtigungen sind in den vergangenen Wochen verschickt worden. Bereits bei den letzten Wahlen hat sich gezeigt, dass die Briefwahl-Nachfrage sehr hoch ist. 2017 hatte bundesweit hatte fast jeder Dritte per Brief abgestimmt.

Aus diesem Grund hat Schmalkalden in diesem Jahr die Zahl der Briefwahllokale von drei auf fünf erhöht. Offenbar eine richtige Entscheidung, denn schon jetzt zeichnet sich ein hoher Zulauf ab. Möglicherweise auch pandemiebedingt. Mehr als 1000 Anträge auf Erteilung eines Wahlscheines sind bereits im Rathaus eingegangen, heißt es auf Nachfrage aus dem Hauptamt. Seit Montag werden die Anträge im Akkord bearbeitet und die Wahlunterlagen verschickt, sagt Mitarbeiterin Ina Böttner. Priorität haben die Antragsteller, die am weitesten von Schmalkalden entfernt wohnen. Ein Bürger wird seine zwei Stimmen für den Bundestags über 2276 Kilometer in Rathaus schicken. Er lebt in Island, auf der Insel der Vulkane, Geysire, Lavafelder und Thermalquellen.

Stand Dienstag sind mehr als 500 Wahlunterlagen mit Stimmzetteln in die Post gegangen. Fünf Rathausmitarbeiterinnen und Auszubildende sind aktuell damit beschäftigt, die Anträge zu bearbeiten und die Briefe mit den Stimmzetteln zu versenden. Parallel dazu betreuen zwei Kolleginnen das Briefwahllokal im Rathaussaal des Rathauses, in dem man seit Montag seine Kreuzchen machen kann. 32 Wählerinnen und Wähler haben diese Möglichkeit bereits genutzt.

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