Es besteht nicht der geringste Zweifel daran, dass die AfD Björn Höckes an den Grundfesten der Verfassung sägen wird, sobald sie die Macht dazu hätte. „Wenn einmal die Wendezeit gekommen ist, dann machen wir Deutschen keine halben Sachen“: Dieser unmissverständliche Leitsatz des Historikers Höcke beschreibt beispielhaft, wie die demokratisch-pluralistische Gesellschaft in einem national-autoritären Staat aufgehen soll. Zuletzt hatte der AfD-Boss in der parteiinternen Debatte das Führer-Prinzip der völkischen Bewegung der 20er Jahre gepriesen und dabei, mal wieder, auf einen originalen Nazi-Spruch zurückgegriffen. Man darf sich nicht dadurch beirren lassen, dass Höcke als Oppositions-Mann in der pragmatischen Landespolitik viel moderate Töne anschlägt.