Zwei Stunden beriet der Stadtrat Meiningen über den Kommunalen Wärmeplan (KWP). Von Biogas, Erdgas, Holz, Flusswärme, Wasserstoff, Windkraft und Tiefen-Geothermie reichte das Spektrum der Energieträger, welche die Stadt in ihre Betrachtung darin einbezogen hat. Alles mit dem Ziel, künftig CO2-frei Warmwasser und Heizwärme zu erzeugen. Zumindest auf dem Papier. Denn die Tiefen-Geothermie mit dem petrothermalen Verfahren, wie in Meiningen angedacht, ist derzeit gesetzlich nicht zulässig. Für das Aufstellen von Windrädern müssten noch Windvorrang-Gebiete ausgewiesen werden. Perspektivisch könnten alle Energiearten nutzbar gemacht werden, so Bürgermeister Fabian Giesder (SPD), also seien sie alle in die Betrachtung eingezogen worden. Nur die nicht gewollte Kernenergie blieb außen vor, was wiederum einige Stadträte kritisierten. Schließlich würde auch der praxisferne Einsatz von Wasserstoff und die Tiefen-Geothermie erwogen.