Suhl - Ich konnte die Aufregung damals nicht wirklich verstehen. Eigentlich jeder aus meiner Familie im Coburger Umland echauffierte sich über den bald kommenden Euro: „Braucht es den denn wirklich?“, „Die D-Mark ist doch stabil“, „Ich habe überhaupt keine Lust auf eine neue Währung“. Besonders beliebt war der Euro schon anfangs nicht. Das mag weniger an ihm selbst gelegen haben, als vielmehr an der Tatsache, dass er die Währung abgelöst hat, mit der die meisten aufgewachsen sind. Ich muss zugeben, so eine richtige Meinung habe ich mir 2002 – im Alter von sieben Jahren – noch nicht zur Währungsreform bilden können. Als Schulanfänger ist man eben noch nicht ganz so meinungsstark.