Vorweihnachtszeit in Langewiesen Mit allen Sinnen Advent genießen

Karl-Heinz Veit und
Nicht fehlen darf an den Weihnachtsmarkt-Tagen das Langewiesener Märchenland im Heinsehof. Foto: Evelyn Franke

Mit drei abendlichen Beiträgen stimmt man sich an den Adventssonntagen in Langewiesen auf die Weihnachtstage ein. Der Auftakt sollte zugleich Lust auf den Weihnachtsmarkt am kommenden Wochenende wecken.

„Vorfreude, schönste Freude, Freude im Advent…“ heißt es einem der vielen Weihnachtslieder. Am Sonntagabend auf dem Marktplatz hieß es aber vor der Begrüßung der nahezu 300 Adventsgäste durch Ortsteilbürgermeisterin Ines Wagner und bevor das erste Lied von der Rathaustreppe herab erklang: „Glühwein im Advent.“

Das berauschende Getränk war aber nur das unverzichtbare kulinarische Beiwerk zum kulturellen Erlebnis. Dieses gestaltete der Manebacher Blechbläser Klaus Hofmann in Begleitung seiner später vorlesenden Gattin Petra. Warm und heimelig im Tonfall klang das von Klaus Hofmann geblasene Euphonium, das tonal eine Zwitterstellung zwischen Tuba und Tenorhorn einnimmt. Wer Lust hatte, konnte die bekannten Weihnachtslieder mitsingen. Petra Hofmann verschaffte ihrem Musikmann eine Atempause und las ein humoriges Gedicht, das dem Zeitgeist verpflichtet ist.

Das Christkind sollte die briefliche Bitte einer alten und armen Ilmenauer Frau um 100 Euro durch die Eigeninitiative des Postzustellers übers Finanzamt erreichen. Aber weil es das Christkind im realen Leben nicht gibt, sprang im Amt ein großherzig Spenden sammelnder Finanzbeamter ein. Alle Finanzamtsmitarbeiter gaben etwas, so dass 70 Euro zusammenkamen, welche der alten armen Frau mit dem Absender vom Christkind zugestellt wurden.

Als Petra Hofmann den Dankesbrief der Beschenkten verlas, war das Gelächter über die Pointe zu hören: „Liebes Christkind! Deine Gabe freut mich so, vielen Dank für die 70 Euro. Doch solltest du wieder an mich denken und mir so gütig etwas schenken, will ich dich herzlich bitten, das Geld nicht übers Finanzamt zu schicken. Denn diese Lumpen haben ungelogen von 100 Euro 30 abgezogen.“

Der Kultur-, Heimat- und Brauchtumsverein erfuhr als Veranstalter für seine Adventsarbeit, zu welcher auch der Rathausschmuck zählt, seinen Dank durch eine große Resonanz an diesem Abend.

Höhepunkt in der Vorweihnachtszeit ist natürlich der Weihnachtsmarkt am kommenden Samstag und Sonntag. Die Vorbereitungen dafür laufen seit Wochen. Inzwischen sind auch wieder alle 80 Plätze für Händler im Außenbereich und 20 in Rathaus, Haus am Markt und Heinse-Haus vergeben. Freuen darf man sich in gewohnter Weise auf Handwerkskunst, viel Selbstgemachtes – und nicht zu vergessen – Leckeres: Aus Königsee wird ein Stollen-Bäcker erwartet und auch der Schokoladen-Mann ist wieder mit von der Partie. Um das leibliche Wohl der Marktgäste kümmern sich vier Vereine und die Kirchgemeinde der Heinsestadt.

Marktstart ist an beiden Tagen 10 Uhr, das Bühnenprogramm beginnt jeweils 14 Uhr. Dort sind Samstag Auftritte des Kindergartens, von Leni Kästner und dem Wilbury Clan zu erleben. Sonntag präsentieren sich der Gräfinauer Karnevalsverein, die Musiküsse aus Geraberg und die Körnbachtaler Musikanten. In der Liebfrauenkirche wartet an beiden Nachmittagen ein Puppenspiel (Sa/ 15 Uhr mit Falk Pieter Ulke; So/ 14.30 Uhr mit Jörg Schmidt) auf die kleinen Gäste.

Es wird gebeten, auch Parkplätze außerhalb des Zentrums (Kindergarten usw.) zu nutzen und die Rettungswege frei zu halten.

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