„Wer kennt das Sperrgebiet an der ehemaligen innerdeutschen Grenze, ist vielleicht sogar dort aufgewachsen?“ Das fragte die promovierte Historikerin Anke Geier gleich zu Beginn. Etliche Hände hoben sich in den Reihen der Zuhörer im Gemeindesaal der Katholischen Kirche St. Marien in Meiningen. So überraschend kam das für sie dann nicht, was die wissenschaftliche Mitarbeiterin vom Thüringer Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur ihnen danach in ihrem Vortrag erzählte. „Stellen Sie sich vor: Es klingelt jemand bei Ihnen und übergibt Ihnen die amtliche Mitteilung, dass Sie Ihren Wohnort innerhalb einer kurzen Frist verlassen müssen – und das auf Beschluss der Regierung der DDR. In dem Schreiben ist alles genau geregelt, was Sie dürfen und was nicht.“
Vortrag und Gespräche Vom Todesstreifen zum Grünen Band
Wolfgang Swietek 19.11.2025 - 12:00 Uhr