Das Astronomiemuseum der Sternwarte Sonneberg lädt am 6. Juli um 19 Uhr zum Montagsvortrag ein. Der Vortrag findet im Rahmen des Internationalen Asteroid Day statt. Der Titel des Vortrags: „Cold Case Ischgl – nach 50 Jahren gelöst“.
Ein Meteoritenspezialist des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt berichtet über den Zufallsfund in dem österreichischen Skiort.
Das Astronomiemuseum der Sternwarte Sonneberg lädt am 6. Juli um 19 Uhr zum Montagsvortrag ein. Der Vortrag findet im Rahmen des Internationalen Asteroid Day statt. Der Titel des Vortrags: „Cold Case Ischgl – nach 50 Jahren gelöst“.
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Erst im Jahr 2012 wurde bekannt, dass bereits 1976 an einer Bergstraße über dem Tiroler Skiort Ischgl ein rund ein Kilogramm schwerer Steinmeteorit gefunden worden war. Aufgrund seines frischen Erhaltungszustands lag die Vermutung nahe, dass dieser Meteorit nur wenige Jahre vor dem Fund zur Erde gefallen sein musste, teilt die Sternwarte mit. Durch die Auswertung von zehn Meteorfotografien aus dem Archiv des DLR-Feuerkugelnetzes konnten Forscher schließlich nachweisen, dass sich der Meteoritenfall genau am 24. November 1970 ereignet hatte.
Der Augsburger Physiker Dieter Heinlein berichtet in seinem spannenden und unterhaltsamen Vortrag über die akribische Auswertung der Feuerkugelfotos und die Arbeit an einem Fachartikel, der den Meteoriten „Ischgl“ vom Zufallsfund zu einem bestens dokumentierten Meteoritenfall erhebt. Der „Ischgl“ gehört damit zu den wenigen Meteoriten, deren heliozentrische Bahn und präzise Herkunft aus dem Asteroidengürtel bekannt sind. Dieter Heinlein ist Meteoritenspezialist des DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) und seit mehr als 45 Jahren leidenschaftlicher Meteoritensammler. Auf diesem Gebiet ist er auch als anerkannter Gutachter tätig.
Der Eintritt kostet für Erwachsene sechs Euro, für Schüler sowie Studenten 4,50 Euro. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.