Vor diesem Hintergrund geht die Henneberg-Klinik Hildburghausen mit dem Flexpool neue Wege in der Personalgewinnung, -bindung und Einsatzplanung.
Ziel ist es, die Versorgungssicherheit nachhaltig zu stärken und gleichzeitig auf die veränderten Anforderungen des Pflegearbeitsmarktes zu reagieren.
Im Mittelpunkt steht ein Arbeitszeitmodell, das sich stärker an den individuellen Lebensrealitäten von Pflegefachkräften orientiert. Der Flexpool ermöglicht es, Arbeitszeiten innerhalb klar definierter Rahmenbedingungen flexibel zu gestalten, ohne die Anforderungen des Klinikbetriebs aus dem Blick zu verlieren. Dadurch entsteht ein ausgewogenes Verhältnis zwischen betrieblicher Notwendigkeit und individuellen Bedürfnissen.
Die Einführung des Flexpools ist eine bewusste Reaktion auf zentrale Herausforderungen im Klinikalltag. Kurzfristige Personalausfälle, Belastungsspitzen sowie der steigende Einsatz von Fremdpersonal führen nicht nur zu wirtschaftlichen Mehrbelastungen, sondern wirken sich auch auf die Stabilität der Teams und die Versorgungsqualität aus. Gleichzeitig steigen die Anforderungen durch gesetzliche Vorgaben, insbesondere im Hinblick auf Pflegepersonaluntergrenzen und eine verlässliche Personalausstattung. Der Flexpool schafft hier eine strukturierte, interne Lösung, um Personalengpässe planbar und nachhaltig zu bewältigen.
Ein besonderer Fokus liegt auf den unterschiedlichen Lebensphasen und Erwartungen der Mitarbeitenden.
Ob junge Menschen mit dem Wunsch nach mehr Flexibilität, Eltern in der Familienphase oder erfahrene Pflegekräfte im Übergang zum Ruhestand – der Flexpool bietet passende Modelle für verschiedene Lebenssituationen. Damit trägt die Henneberg-Klinik der zunehmenden Vielfalt im Berufsleben Rechnung und schafft gleichzeitig attraktive Rahmenbedingungen für neue und bestehende Mitarbeitende.
Pflegedirektorin Jessica Ackermann betont:
„Wir wissen, dass sich Lebensentwürfe und Erwartungen an die Arbeit verändern. Mit dem Flexpool schaffen wir ein Modell, das sowohl die individuellen Bedürfnisse unserer Mitarbeitenden berücksichtigt als auch die Stabilität und Qualität der Patientenversorgung langfristig sichert.“
Für die Mitarbeitenden bedeutet dies konkret mehr Planungssicherheit, eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben sowie die Möglichkeit, individuelle Lebensentwürfe mit dem Pflegeberuf in Einklang zu bringen. Gleichzeitig profitieren auch die Organisation und die Patientinnen und Patienten: Durch den gezielten Einsatz interner Pflegekräfte können Ausfälle schneller kompensiert, Teams entlastet und die Versorgungsqualität stabilisiert werden.
Ein weiterer zentraler Vorteil des Flexpools liegt in seiner wirtschaftlichen Wirkung. Der reduzierte Einsatz von Fremdpersonal, eine bessere Planbarkeit von Personalkosten sowie stabilere Dienstpläne tragen dazu bei, die wirtschaftliche Steuerung der Klinik zu verbessern. Gleichzeitig stärkt das Modell die Position der Henneberg-Klinik im Wettbewerb um qualifiziertes Pflegepersonal.
Der Flexpool ist damit nicht nur ein Instrument zur kurzfristigen Problemlösung, sondern ein strategischer Baustein für eine zukunftsfähige Personalorganisation. Er verbindet Flexibilität, Verlässlichkeit und Wirtschaftlichkeit und schafft eine Grundlage für eine stabile und qualitativ hochwertige Patientenversorgung.