Wer war schuld an der 1:4-Pleite der deutschen Fußballerinnen? Der Trainer? Die Torfrau? Oder der Fußballgott, der gegen Schweden einfach nicht auf unserer Seite war? Oder am Ende doch? Weil die Niederlage zur rechten Zeit kam. Kurz vor dem Überschnappen. Und in der Vorrunde. Ruhig Blut! Es ist nichts passiert. Wir sind weiter im Turnier. Und gewarnt. Fußballspiele werden immer noch auf dem Platz gewonnen. Und im Kopf. Aber auf keinen Fall in der Statistik und von Kommentatoren. Für das Spiel gegen Schweden war es völlig irrelevant, wer wie oft gegen wen gewonnen hat und unbesiegt war. Im Gegenteil. Und jetzt ist es endlich vorbei, das überhebliche und unangebrachte Gegen-Schweden-können-wir-nicht-verlieren. Natürlich können wir das. Wir haben es ja gesehen. Vielleicht war dieses Schon-gewonnen-Haben gerade das psychologische Problem. Deshalb freue ich mich umso mehr auf das Viertelfinale gegen Frankreich. Jetzt sind wir wieder das, was uns liegt: Außenseiter. Elf Freundinnen, die ihr Bestes geben und über sich hinauswachsen. Dann ist auch alles möglich, auch wenn die Französinnen besser sind. Normalerweise. Selbst wenn es am Ende nicht reichen sollte, können die Spielerinnen mit erhobenem Haupt vom Platz gehen. Seite 25
Vor dem Viertelfinale Wir sind Außenseiterinnen
Georg Grünewald 18.07.2025 - 13:45 Uhr