Im Raum steht nun der Verdacht, dass Krach beziehungsweise die Berliner SPD den beteiligten Unternehmer zweimal aufgefordert haben sollen, zu spenden. Die Partei wies das ebenso wie Krach selbst zurück. Nach eigenen Angaben wirbt die SPD nur bei Berliner Mitgliedern um Spenden, etwa mit Briefen, Mails oder via Social Media. Externe Unternehmen würden nicht derartig kontaktiert.
Ein Sprecher der Berliner SPD teilte am Freitagabend mit, von der Partei in Berlin sei im Dezember 2025 ein Spendenanschreiben an die SPD-Mitglieder in der Hauptstadt gegangen. Der betreffende Unternehmer in Niedersachsen sei aber kein Mitglied der SPD in Berlin. Ob dieser oder ähnliche Aufrufe an ihn weitergegeben worden seien, entziehe sich der Kenntnis von Krach und der Berliner SPD.
Krach selbst hatte am Donnerstag versichert, dass es während des Vergabeverfahrens keinen persönlichen Kontakt mit Bietern gegeben habe. Ebenfalls wies er Behauptungen zurück, er habe Informationen aus dem Bieterverfahren an Beteiligte weitergegeben.
Dass mitten im Wahlkampf gegen ihn ermittelt werden, bezeichnete der SPD-Politiker als Belastung. "Natürlich ist das eine Belastung, das will ich überhaupt nicht kleinreden", sagte er am Freitagabend am Rande eines Wahlkampfauftritts. Seine Termine mache er trotzdem weiter.
Ermittlungen gegen Unternehmen
Derweil bestätigte die Staatsanwaltschaft Hannover, dass gegen einen Unternehmer rund um die Kliniknachnutzung ermittelt werde und im Mai Räume durchsucht worden seien. Die Behörde stellte aber keinen Zusammenhang zu den Ermittlungen gegen Krach her. Sie äußerte sich auch nicht zur Gesamtzahl der Beschuldigten in dem Komplex.