Gewiss, in Meiningen hatte es auch schon vor 1856 einige kleinere Banken gegeben; denn jüdische Merchant-Banker in Dreißigacker verbanden beizeiten Warenhandel mit Geldgeschäften. Doch erst jene „Herzogliche Landeskreditanstalt“, die 1849 ins Leben gerufen wurde, um den Bauern zu helfen, ihre Feudallasten allmählich abzulösen, verdient den Namen eines Bankhauses. Die Gründung der Mitteldeutschen Creditbank ließ Meiningen dann ganz rasch in die Reihe bedeutender Bankstandorte aufrücken. Denn dieses Institut war beizeiten auf den siebten Platz unter den deutschen Kreditinstituten vorgerückt und unterhielt nicht nur in halb Europa, sondern selbst in den USA Zweigstellen, zumindest Agenturen.