Suhl - Im Duell der beiden Tabellennachbarn - Suhl war nach den Niederlagen in Münster und in Dresden auf Rang sechs abgerutscht - standen die auf Rang sieben platzierten Gäste aus Bayern von Anfang an auf verlorenem Posten. Gegen den permanenten Druck, den vor allem VfB-Kapitänin Claudia Steger im Außenangriff und die US-Amerikanerin Danielle Harbin im Diagonalangriff auf den Gegner ausübten, hatten sie nur sporadisch etwas entgegenzusetzen.
 

Nachdem die Gastgebernnen mit Beginn da weitermachten, wo sie aufgehört hatten und mit 3:0 in Führung gingen, stellte sich das Team von Straubings Trainer Benedikt Frank aber nun besser auf das Suhler Spiel ein und gestaltete es deutlich ausgeglichener. Da die wesentlichen Suhler Punktelieferantinnen wie Steger und Harbin nicht mehr wie zuvor punkteten und sich Straubing jetzt auch durch besseres Stellungsspiel im Block auszeichnete, konnten die Gäste einen 10:15-Rückstand ausgleichen und später sogar mit 20:19 in Führung gehen. Doch Steger und Harbin fanden noch rechtzeitig zu alter Stärke zurück.

Von ihrem relativ guten zweiten Satz offenbar angestachelt, konnten die Straubingerinnen im dritten Satz zunächst mit 8:6 in Führung gehen. Als es nach dem nächsten Ballwechsel 6:9 aus Suhler Sicht stand, sah sich Suhls Cheftrainer Laszlo Hollosy bereits zu einer Auszeit gezwungen. Doch so sehr sich sein Team danach auch mühte, Straubing ließ sich einfach nicht abschütteln, entschärfte die Suhler Angriffe vor allem mit seinem Block. Erst, als VfB-Außenangreiferin Agnes Pallag  - die Ungarin hatte erst kürzlich ihren Vertrag um ein Jahr verlängert - zum Aufschlag kam, konnte Suhl ausgleichen. Claudia Steger war es vorbehalten, für den ersten Matchball zu sorgen, den der VfB schließlich verwandelte.