Volleyball VfB Suhl entscheidet Nervenkrimi gegen Potsdam für sich

Arme strecken sich in Richtung des Spielballs. Foto: Uwe Anspach/dpa/Symbolbild/dpa

Was für ein Krimi, was für eine Nervenschlacht: Die Bundesliga-Volleyballerinnen des VfB Suhl haben in einem echten Krimi auch den SC Potsdam, der sein erstes Spiel im neuen Jahr absolvierte und auf Platz sechs der Tabelle rangiert, in Schach gehalten und am Samstag mit 3:2 (17:25, 25:20, 27:25, 24:26, 20:18) besiegt.

Suhl  -  Im ersten Satz gelang den viertplatzierten Gastgeberinnen von Trainer Laszlo Hollosy nicht viel. Krampfhaft suchte der VfB nach einem Spielrhythmus, der ihm stattdessen vom Gegner, der immer wieder mit druckvollen Angriffen punktete, aufgezwungen wurde. Erst, als Hollosy mit Beginn des zweiten Satzes kleinere Umstellungen vornahm, erhöhten die Suhlerinnen den Druck auf den Gegner und damit auch die Potsdamer Eigenfehlerquote. Gegen Ende dieses Durchganges fand auch die zu Satzbeginn eingewechselte Suhler Diagonalangreiferin Danielle Harbin zu alter Stärke, war allein in dieser entscheidenden Phase gleich für fünf Punktgewinne des VfB verantwortlich.

In Satz Nummer vier sollte der bisherige enge Kampf endgültig in einem Fight auf Biegen und Brechen aufgehen. Verbissen stritten beide Teams jetzt um jeden einzelnen Punkt. In der finalen Phase war es erneut Harbin, die die Richtung für ihr Team vorgab und immer wieder das vollendete, wofür ihre Mannschaft um Kapitänin Claudia Steger und Mittelblockerin Laura de Zwart die Grundlage gelegt hatten. Potsdam hatte zwar bereits einen Satzball, davon hatten sich die Gastgeberinnen aber nicht beeindrucken lassen. Genauso wenig wie von der zwischenzeitlichen Aufholjagd der Brandenburgerinnen, die einen 7:13-Rückstand ausglichen und Suhl ihrerseits beeindruckten.

Die Gäste zwangen die Suhlerinnen schließlich in den Tiebreak, und der hatte es so richtig in sich. 13:13, 14:14 und so weiter und so weiter. Ein Suhler Dreier-Block entschied diese umkämpfte Partie zweier leistungsmäßig ein beieinander liegenden Teams schließlich zugunsten des VfB. Nicht auszudenken, wenn an diesem Abend Zuschauer in der "Wolfsgrube" gewesen wären.

"Wir sind in dieser Saison bereit gegenzuhalten, und wir können in dieser Saison gegenhalten", sagte ein sichtlich stolzer Laszlo Hollosy.

 

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