Volleyball Damen Playoff-Wahnsinn: Suhl gewinnt 3:2 gegen Schwerin

Im ersten Playoffspiel seit sieben Jahren hat Volleyball-Bundesligist VfB Suhl gegen den Schweriner SC um Suhls ehemaligem Trainer Felix Koslowski mit 3:2 (28:30, 25:21, 25:17,  28:30, 15:11) gewonnen. 

Suhl - Die Mannschaft von Suhls Trainer Laszlo Hollosy, der das VfB-Team seit Beginn dieser Saison trainiert und mit ihr die Bundesliga-Hauptrunde auf dem sechsten Platz beendet hatte, kämpfte unermüdlich gegen den haushohen Favoriten, der erst vor wenigen Wochen Pokalsieger geworden war und glich im ersten Satz einen kleinen Rückstand beim 14:14 wieder aus. Diesen Ball von VfB-Mittelblockerin Blake Mohler hatte Schwerins Trainer Felix Koslowski vor der Bodenberührung mit dem Fuß abgefangen, was endlose Diskussionen, Strafpunkte gegen den VfB, die Rote Karte für Hollosy und die zeitweilige Verbannung des Suhler Trainers auf die Bank zur Folge hatte. Davon unbeeindruckt, hielten die Suhlerinnen den Satz in der Folge bis zum Schluss offen, auch wenn sie die letzten beiden Punkte dem Gegner überlassen mussten. Fast gleiches Geschehen im zweiten Satz, doch jetzt traten die Suhlerinnen noch einen Tick entschlossener auf und glichen aus.

Um im dritten Satz sogar noch eine Schippe draufzulegen und angeführt von Top-Angreiferin Danielle Harbin den Gegner zur Verzweiflung zu treiben. Im vierten Satz erkämpften sich die Suhlerinnen sogar zwei Matchbälle, ehe VfB-Angreiferin Agnes Pallag die Rote Karte sah und Schwerin diesen sich daraus ergebenden Vorteil nutzte. Also der Tiebreak. Hier führte der VfB von Anfang an und holte sich beim 14:11 erneut einen Matchball, den die gerade rechtzeitig vor den Playoffs genesene Mittelblockerin Blake Mohler verwandelte.

"Diesen Moment wollen wir genießen", sagte Laszlo Hollosy. Der Ungar schränkte aber zugleich ein: "An der Ausgangsposition hat sich nichts geändert, Schwerin ist nach wie vor der Favorit."

Das zweite Spiel der "best-of-three"-Serie folgt am Samstag in der Schweriner Palmberg-Arena. Ein mögliches drittes, sollte bis dahin keine Entscheidung gefallen sein, einen Tag später an gleicher Stätte.

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