Volleyball-Bundesliga VfB-Trainer Hollosy im Zwiespalt

Die kleine Erfolgsserie des VfB Suhl soll in Wiesbaden ihre Fortsetzung finden. Foto: F o t o: B a s t i a n F r a n k

Laszlo Hollosy, Trainer des Volleyball-Bundesligisten VfB Suhl Lotto Thüringen, ist im Zwiespalt.

Suhl - Laszlo Hollosy, Trainer des Volleyball-Bundesligisten VfB Suhl Lotto Thüringen, ist dieser Tage im Zwiespalt. „Ich weiß natürlich, dass Weihnachten vor der Tür steht“, sagte der Ungar: „Aber als Coach gefällt mir das nicht so gut, weil ich nicht weiß, wie sehr das in den Hinterköpfen meiner Spielerinnen eine Rolle spielt.“

Nur zu gerne würde Hollosy die kleine Erfolgsserie des VfB mit fünf Siegen aus den vergangenen sechs Bundesligaspielen am Samstag ab19 Uhr beim 1. VC Wiesbaden fortsetzen. Auch wenn der VfB die Hessinnen im Pokal-Achtelfinale schlagen konnte, warnt Hollosy vor deren Heimstärke, immerhin hatte der VCW Ende November Rekordmeister Schweriner SC mit 3:2 geschlagen. „Wir müssen uns auf jeden Fall auf Kampf einstellen“, meinte Hollosy. Dass sein Team auch kämpfen kann, hatte es spätestens Anfang Dezember mit dem 3:2-Sieg gegen Tabellenführer Stuttgart bewiesen. Es war der Höhepunkt einer Suhler Serie, die mit den Siegen in Aachen und gegen Erfurt seine Fortsetzung fand.

Nach dem Spiel in Wiesbaden winkt der Suhler Mannschaft eine kleine Pause, Hollosy will seinem Team zwei, drei freie Tage am Stück gönnen. „Als Trainer bin ich mit dieser Situation natürlich nicht so zufrieden. Aber ich bin ja auch ein Mensch und weiß, wie hart die Mädels in den vergangenen Wochen gearbeitet haben. Sie haben sich ein paar freie Tage verdient.“ Im Gegensatz zum Thüringer Liga-Konkurrenten Schwarz-Weiß Erfurt, der am 27. Dezember gegen Straubing ranmuss, kann sich der VfB die kleine Verschnaufpause genehmigen, da seine für diesen Termin geplante Partie in Schwerin bereits Ende November vorgezogen worden war.

Die meisten Suhler Spielerinnen werden über die Feiertage in Suhl bleiben, um nicht bei der Wiedereinreise aus Polen, Ungarn oder Kroatien in Quarantäne zu müssen. „Das ist der dunkle Teil unseres Profi-Lebens“, so Hollosy, der mit Frau und Sohn daheim in Erfurt bleibt.

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