Volleyball-Bundesliga VfB Suhl: Süße Überraschung im Erfolgsfall

Auf gehts, Mädels: Erstmals seit sieben Jahren spielt der VfB Suhl wieder Playoffs. Foto: /Bastian Frank

Der VfB Suhl plant die Playoff-Viertelfinalspiele

Suhl/Schwerin - Vor den am Mittwoch beginnenden Playoff-Viertelfinalspielen traut sich Tim Berks, Pressesprecher des Volleyball-Bundesligisten VfB Suhl Lotto Thüringen, ein wenig aus der Deckung. „Wenn wir Meister geworden sind, kann Claudia Steger als Kapitänin gerne auf mich zukommen diesbezüglich“. Kleiner Scherzkeks. Aber eine Prämie für das Weiterkommen der Mannschaft habe der Verein grundsätzlich nicht ausgelobt. Berks: „Siegprämien sind im Volleyball auch nicht üblich. Wir sind ja nicht beim Fußball.“

Eine kleine Extraportion Motivation wollte er den Mädels am Montagmorgen, zum Start in diese entscheidende Woche, aber doch mitgeben. An die Tafel im Besprechungsraum der Suhler „Wolfsgrube“ hatte Berks geschrieben: „Willkommen in den Playoffs, genießt es“. Sieben Jahre ist es inzwischen her, dass sich der VfB Suhl zuletzt für die Playoffs, die Ausscheidungsrunde der Volleyball-Bundesliga, qualifizieren konnte. Gegner im Viertelfinale ist der Schweriner SC mit Suhls ehemaligem Trainer Felix Koslowski. War es in der Vergangenheit so, dass die nach der Hauptrunde besser platzierten Teams zunächst Heimrecht genossen, findet in dieser Saison das erste Spiel bei der schlechter platzierten Mannschaft statt, im konkreten Fall also beim VfB Suhl. Das zweite Spiel und ein mögliches drittes der „Best of three“-Serie geht dann an zwei direkt aufeinanderfolgenden Tagen beim bisher besseren Team über die Bühne. Im konkreten Fall am Samstag und Sonntag – sollte es dazu kommen – in der Schweriner Palmberg-Arena. Die Partie in Suhl wird um 19 Uhr angepfiffen, die Daten aus Schwerin stehen noch aus.

Mit der Verdichtung auf wenige Tage trägt die Volleyball-Bundesliga (VBL) der Corona-Pandemie Rechnung, sollen doch Reisetätigkeiten weitgehend eingeschränkt bleiben.

Falls sich der VfB Suhl tatsächlich gegen den Schweriner SC durchsetzen und das Halbfinale erreichen sollte, würde auch diese nächste Runde noch in maximal drei Spielen entschieden. Erst für die Finalserie sieht die VBL fünf Partien vor. Für die Viertelfinalserie jedenfalls plant der VfB Suhl mit allen drei Spielen. „Alles andere wäre unprofessionell und auch das falsche Signal an die Mannschaft“, sagte Tim Berks. „Wir müssen ja auch der besonderen Situation Rechnung tragen.“ Für den VfB-Tross ist mit dem NH-Hotel die gleiche Schweriner Unterkunft wie beim Pokal-Halbfinalturnier Mitte November vergangenen Jahres gebucht.

Für die Rückfahrt am Sonntag aus der Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns winkt den Suhlerinnen im Erfolgsfall eine süße Überraschung. Dann nämlich würde Tim Berks für alle einen Vanille-Shake bei einer McDonalds-Filiale springen lassen. Eine Siegprämie der anderen Art ...

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