Volleyball-Bundesliga VfB Suhl bringt Tabellenführer nah an Niederlage

, aktualisiert am 13.03.2022 - 10:22 Uhr

Der Tiebreak muss die Entscheidung bringen. Suhl verliert denkbar knapp gegen Stuttgart.

Was für ein Spiel: Bei der Rückkehr der Fans in die Suhler Wolfsgrube – knapp 500 waren gekommen – haben die Bundesliga-Volleyballerinnen des VfB Suhl gegen den Tabellenführer Allianz MTV Stuttgart mit 2:3 (29:27, 25:23, 17:25, 20:25, 13:15) verloren.

Bereits der erste Satz hatte alles, was das Herz eines Volleyballfans begehrt. Äußerst enger Verlauf, wenig Eigenfehler auf beiden Seiten und eine Verlängerung, die nichts für schwache Nerven war. Die nach der 0:3-Niederlage vom Mittwoch dieser Woche top motivierte Heimmannschaft spürte früh, dass gegen die in der Liga noch ungeschlagenen Gäste etwas zu holen wäre. Nach dem schwer erkämpften ersten Satz schallte der Gassenhauer „Oh wie ist das schön“ durch die Lautsprecher der Suhler Halle.

Ähnliche Dramatik in Satz Nummer zwei, diesmal allerdings fast durchgehend mit Vorteilen für die Suhlerinnen. Mit fast selbstverständlich scheinender Teamleistung erkämpfte sich das VfB-Team eine 24:21-Führung kurz vor Schluss, musste zwar noch zwei gegnerische Punkte hinnehmen, setzte aber mit der überragend spielenden Mittelblockerin Kayla Haneline einen Schlussstrich unter diesen weitgehend souveränen Durchgang. Danach schien die Suhlerinnen ein wenig der Mut verlassen zu haben. Die Angriffe kamen nicht mehr so druckvoll wie zuvor, Probleme in der Annahme kamen hinzu. 9:16 lautete der Rückstand des VfB bei der zweiten technischen Auszeit. Stuttgart, jetzt konsequenter in seinen Aktionen, ließ sich den sicheren Vorsprung nicht mehr nehmen und verkürzte nach Sätzen.

Doch es sollte auch im vierten Satz nicht viel besser werden für die Gastgeberinnen. Nach wie vor hatten sie Schwierigkeiten mit dem Spielaufbau, während sich Stuttgart immer souveräner präsentierte. Bei der zweiten technischen Auszeit hatte der VfB bereits mit 11:16 zurück gelegen.

Der alles entscheidende Tiebreak war dann an Dramatik nicht mehr zu überbieten. Allerdings für den VfB Suhl mit der denkbar knappsten Niederlage.

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