Volleyball-Bundesliga Seid stolz

Allein im grünen Sessel: Suhls Trainer Laszlo Hollosy Foto: /Bastian Frank

Laszlo Hollosy hat die Bundesliga-Volleyballerinnen des VfB Suhl besser gemacht. Findet unsere Redakteurin Claudia Fehse.

Der vergebenen Chance nachzutrauern, noch vom sechsten auf den fünften Tabellenplatz zu springen – mit Verlaub, lieber Laszlo Hollosy, das ist Jammern auf hohem Niveau. Klar, eine der schlechtesten Saisonleistungen ausgerechnet gegen einen Verein zu zeigen, der über weite Strecken der Saison nichts mit den Playoffs zu tun hatte und sie am Ende auch verpasste, das ist unglücklich. -

Aber Ihr Verein, der VfB Suhl Lotto Thüringen, kann stolz darauf sein, was er, hauptsächlich auch durch Ihr Zutun, in dieser Saison bisher geschafft hat. Egal, wie das Playoff-Viertelfinale gegen den haushohen Favoriten Schwerin auch ausgeht, es überhaupt in diese Entscheidungsspiele geschafft zu haben, gleicht einer kleinen sportlichen Sensation. Erst recht bei einem Verein, der noch in der jüngeren Vergangenheit mehrmals vor dem sportlichen und wirtschaftlichen Ruin und mithin kurz davor stand, in die Volleyball-Niederungen abzurutschen. Sich jetzt, und das richtet sich konkret an die vielen Kritiker und Nörgler, die sich nun wieder heraustrauen, den Kopf darüber zu zerbrechen, wer denn der bessere Playoff-Gegner gewesen wäre und welche Konstellation die sportlich aussichtsreichere gewesen wäre, ist müßig. Unnötig. -

Es war schön zu sehen, wie die Suhler Mannschaft unter Ihnen, Herr Hollosy, wieder Spaß am Volleyball fand. Wie sie endlich wieder mutig spielte und nie, absolut nie aufgab. Und wie Sie Ihre Spielerinnen mitgenommen haben, sodass inzwischen fünf von ihnen für die kommende Spielzeit verlängert haben. Danke, Herr Hollosy. -

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