Volleyball-Bundesliga Hollosy platzt der Kragen

„Es ist lächerlich“: Suhls Trainer Laszlo Hollosy platzt endgültig der Kragen. Foto: frankphoto.de/Bastian Frank

Der Trainer des VfB Suhl schimpft über die Leistung seines Teams und die Referees in der Volleyball-Bundesliga

Die abermalige Niederlage des VfB Suhl Lotto Thüringen brachte Trainer Laszlo Hollosy so richtig auf die Palme. Gerade hatte der Volleyball-Bundesligist mit 0:3 (15:25, 15:25, 24:26) beim VC Wiesbaden verloren und sich damit im Kampf um die Playoff-Plätze der besten acht Teams weiter in Bedrängnis gebracht. Viel mehr ärgerte sich Hollosy aber über den ersten Schiedsrichter Erik Scheu, mit dem er nach dem Spiel eine längere Unterhaltung führte, und über die mangelhafte Leistung seiner Mannschaft.

„Es ist lächerlich, wofür man in der Bundesliga als Trainer eine gelbe Karte bekommt“, sagte der Ungar komplett desillusioniert. „Ich bin total angefressen. Felix Koslowski beschwert sich und bekommt keine Karte, Guillermo beschwert sich und bekommt keine Karte. Ich aber und mein Erfurter Kollege bekommen jedes Mal bei jeder Kleinigkeit eine gelbe Karte“, beschwerte sich Hollosy und zog einen Vergleich zu seinen Kollegen in Schwerin und Potsdam. „Die Referees spielen hier mit unserer Saison, sie müssen einfach mehr Verantwortung übernehmen“, redete sich Hollosy richtig in Rage.

Zum Spiel seiner Mannschaft meinte der Suhler Cheftrainer: „Ich möchte mich bei unseren Fans und unseren Sponsoren entschuldigen. Der erste Satz war eine Schande, das war kein Bundesliga-Niveau. Wenigstens hatten wir zum Schluss mit Lena eine Spielerin auf dem Feld, die hier noch etwas reißen wollte. Aber vielleicht müssen wir einmal grundsätzlich unsere Spielphilosophie überdenken.“

In der Wiesbadener Halle am Platz der Deutschen Einheit hatten die Suhlerinnen tatsächlich zwei Sätze zum Vergessen gezeigt. Hollosy versuchte alles, um die mangelnde Durchschlagskraft seiner Mannschaft und die fehlende Abstimmung zwischen Zuspiel und Angriff mit mehreren personellen Wechseln zu beheben. Aber erst ab Mitte des zweiten Satzes und im dritten, als Neuzugang Lena Kindermann dauerhaft auf dem Feld war, wurde das Spiel der Gäste druckvoller. Nach 70 Minuten war die weitestgehend einseitige Partie vor 1276 Zuschauern beendet. Der VC Wiesbaden verbesserte sich mit diesem Sieg auf Tabellenrang sieben, der VfB verharrt auf neun.

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