Volleyball: 5. Wegra-cup Muttertag beim VC HiLa

fan
Kollektiver Jubel des VC HiLa im Spiel gegen die U20-Auswahl der Volley Juniors Thüringen (von links) : Julia Thein („Jule“), Enny Löhnert („Blockahontas“), Marlene Six, Claudia Wagner („Muuddii“), Verena Finsel („Reni“) und Anna Markert. Foto:  

Volleyball:
Das 20. Volleyballturnier des Volleyballclubs „Hildburghäuser Land“ (VC HiLa) hätte nach der langen Turnierdurststrecke nicht besser laufen können. Eine Mitschulddaran haben auch die „Muttis“ des Gastgebervereins ...

Am Samstag konnten die Organisatoren vom VC HiLa und ihre Ehrengäste – Landrat Thomas Müller, Bürgermeister Tilo Kummer, Andrea Wingerter vom Kreissportbund und natürlich Steffen Thein von der Wegra – den nunmehr 5. Wegra-Cup vor über 200 spielfreudigen Volleyballern eröffnen. Allen Gästen, Besuchern und Spielern war anzusehen: Es ist Zeit, dass sich wieder was in der Kreisstadt bewegt. Der VC HiLa hatte es mit etwas Glück auch noch zu einem kuriosen Zahlenspiel gebracht: Zum 20. Jubiläum kamen nämlich 21 Mannschaften im Kalenderjahr 22. Obendrein mutierte die fünfte Auflage zu einem Rekordturnier.

Die 21 Mannschaften waren zuvor in vier Kategorien aufgeteilt worden – Frauen A, Frauen B, Herren und Freizeit. In den einzelnen Sparten wurden dann je nach Anzahl unterschiedliche Spielsysteme angewandt, um die Besten zu ermitteln. In der Kategorie „Freizeit“ siegte „Gegen gegen gegen“ vor „Pritch Perfect“, „Die Sex Lustigen Dry“ und dem VC HiLa. Bei den Männern war schnell erkennbar, dass man an diesem Tag am Landesnachbarn aus Kronach nicht vorbeikam. Letztendlich sicherten sich die Franken auch klar den Sieg vor dem FSV 1950 Gotha und dem VfB 91 Suhl. Der Kreisvertreter aus Römhild musste sich mit dem vierten Platz begnügen; Fünfte wurden die Jungs vom Blue Volley Erfurt II.

Auch bei den Damen B wurde das Turnier zu einer klaren Sache: Die Damen vom FSV 1950 Gotha machten es etwas besser als ihre Herren und gewannen ungeschlagen dieses Turnier. Auf den Plätzen folgten der Bischlebener SV vor dem SV 03 Eisfeld und den Gastgeberinnen vom VC HiLa II. Viel spannender verlief aber das Turnier bei den Damen A: In zwei Staffeln aufgeteilt, spielten die acht Mannschaften ihre Platzierungsspiele aus. Letztendlich schafften es die jungen Kreisstädterinnen um ihre „Muuddii“ Claudia Wagner nicht, in die Phalanx der „Großen“ einzudringen. Aber mit dem sechsten Platz können die „Jungen Wilden“ aus der Kreisstadt durchaus zufrieden sein.

Elf Stunden bis zum Finale

Nach knapp elf Stunden Spielzeit standen hier die Finalisten fest: Die Rekordgewinnerinnen vom VV 70 Meiningen trafen auf die U20-Auswahl der Volley Juniors Thüringen. Natürlich sollte es eine Wachablösung der Hauptstädterinnen gegen die „Muttis“ aus der Theaterstadt werden. Aber wie es im richtigen Leben auch ist: gestandene Muttis lassen sich nicht so einfach die Butter vom Brot nehmen. Am Ende zeigten 70erinnen den jungen Damen aus der Landeshauptstadt eindeutig auf, dass sie zwar an die Wachablösungstür klopfen können, aber noch keinen Einlass bekommen: Meiningen siegte klar (-10, -17) und freute sich über ihren nächsten Titel beim Wegra-Cup.

Nach insgesamt zwölf Stunden Volleyball nonstop in Hildburghausen wurden dann um 21 Uhr die Pokale und Sachpreise an die Gewinner und Platzierten verteilt. Robert Klopf, beim VC HiLa verantwortlich für den 5. Wegra-Cup, zeigte sich dann auch sichtlich erleichtert: „Hätte uns einer nach dieser langen Turnierpause durch die Pandemie gesagt, dass gleich unser erstes Turnier wieder so ein Erfolg wird, hätten wir es nicht geglaubt. Ich bin sehr stolz auf mein Team.“

Bis in die Nachtstunden hinein saßen dann noch viele Sportler beieinander, während die „HiLaner“ wieder alles abbauten und keiner mehr erkennen konnte, dass hier noch vor einem halben Tag die Luft gebrannt hatte.

 

Bilder