Volkstrauertag Zentrales Gedenken in Hildburghausen

Gemeinsam erinnern der Volksbund Kriegsgräberfürsorge, die Thüringer Staatskanzlei und die Stadt Hildburghausen an die weltweiten Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaft.

Das Mahnmal für die Opfer des Zweiten Weltkriegs auf dem Hildburghäuser Friedhof. Foto: /Volksbund

Die zentrale Gedenkveranstaltung Thüringens am Volkstrauertag Sonntag, 17. November veranstaltet der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. gemeinsam mit der Thüringer Staatskanzlei und der Stadt Hildburghausen ab 14 Uhr an den Kriegsgräberstätten auf dem Zentralfriedhof Hildburghausen. Gäste sind herzlich willkommen.

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In diesem Jahr steht der Volkstrauertag im Zeichen von „Nie wieder ist jetzt“. Durch das gemeinsames Gedenken an die weltweiten Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft vergangener, aber auch aktueller Kriege und gewaltsamer Konflikte, will man die Erinnerung an die Schrecken des Krieges wachhalten und somit Kriegen und Gewaltherrschaften aktiv entgegentreten.

Dazu Landesvorsitzender Christian Tischner: „Am Volkstrauertag gedenken wir nicht nur der unzähligen Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft, sondern reflektieren auch die Herausforderungen unserer Zeit. Die Schrecken der gegenwärtigen Kriege und Konflikte mahnen uns eindringlich. ‚Nie wieder‘ bedeutet heute mehr denn je, Hass und Hetze entschlossen entgegenzutreten, Falschinformationen klar als solche zu benennen und die Werte unserer Demokratie zu verteidigen. Nur durch gemeinsames Engagement für Frieden und Menschenrechte können wir eine Zukunft gestalten, die auf Respekt, Freiheit und Toleranz basiert.“

In Hildburghausen auf dem Zentralfriedhof am Ahornweg sind über 400 Opfer des Ersten und Zweiten Weltkrieges und Gewaltherrschaft bestattet. Darunter sind Deutsche, Sowjetbürger, Franzosen, Serben, Belgier und viele Unbekannte. Deren Gräber werden wir am Volkstrauertag besuchen und Blumen niederlegen.

Seit der Wiedergründung des Landesverbandes Thüringen im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. im Jahre 1991 kümmert sich der Verband auch in Thüringen um die Pflege und Erhaltung von Kriegsgräberstätten, um diese auch als Lernorte für junge Generationen zugänglich und verständlich zu machen. Jugendliche und junge Erwachsene pflegen aber auch Kriegsgräber und recherchieren dazu. Erst im Juni hatte eine Gruppe des Jugendarbeitskreises in Hildburghausen einen großen Einsatz gemacht. Dabei ist das Moos an zahlreichen Grabsteinen entfernt worden, so dass die Inschriften wieder gelesen werden können.