Volksfest Theresienfest: O’zapft is

In Hildburghausen hat das 30. Theresienfest begonnen. Nach einem Umzug mit Fackeln und Laternen vom Hildburghäuser Markt zum Theresienplatz wurde das Festbier angestochen und die fünftägigen Feierlichkeiten eröffnet.

Ein lichtvoller Zug schlängelte sich am Donnerstagabend von Hildburghausens Innenstadt zum Theresienplatz. Fast sah es so aus, als würden die Menschen „Hibu leuchtet“ – das Spektakel des vergangenen Wochenendes – zum nächsten Schauplatz tragen – zum traditionellen Theresienfest. Das jährt sich 2022 zum 30. Mal und dauert fünf lange Partytage an. Mit Rummel, Musikprogramm, vielfältiger Kulinarik und buntem Rahmen feiern die Hildburghäuser ihr größtes Volksfest, das Festwirt Michael Heidinger, Danny Brohms Agentur Moon-Circus und die Stadt gemeinsam organisieren. Und so war es für Bürgermeister Tilo Kummer eine Premiere, das Festbier anzustechen: Er brauchte genau zwei Schläge, bis der Gerstensaft floss. Davon wird bis zum Theresienfestfinale am Montag sicherlich jede Menge über die Tresen gehen. So wie derzeit in München zum Oktoberfest, das die gleiche Basis hat wie das Hildburghäuser Theresienfest. Die Welt hat beide Feste der wohl berühmtesten Tochter der Stadt Hildburghausen – Therese von Sachsen-Hildburghausen – zu verdanken. Aus der einstigen Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen wurde im Jahr 1825 die Königin von Bayern. Sie ehelichte 1810 den bayrischen Kronprinzen Ludwig I., mit dem sie 1825 den Thron bestieg. Sie ist ein Kind der Stadt Hildburghausen, geboren in Seidingstadt. Aus ihrer Hochzeit, die am 12. Oktober 1810 stattgefunden hat, resultiert das weltberühmte Münchener Oktoberfest. Nach ihr wurde die Münchener Theresienwiese benannt und der Theresienplatz in Hildburghausen.

In Hildburghausen wurde 1991 zum ersten Mal zu Ehren von Königin Therese und ihrer Geschichte das Theresienfest gefeiert.

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