Raimund bisher der konstanteste Deutsche
Raimund hat sich vom talentierten Athleten, der immer mal wieder sein Können aufblitzen lässt, zum Vorzeigespringer in der Mannschaft von Bundestrainer Stefan Horngacher verbessert. Raimund wartet zwar wie Hoffmann immer noch auf seinen ersten Einzelsieg im Weltcup. In der Weltspitze hat er sich aber etabliert. In den sechs Wettkämpfen direkt vor der Tournee war er nur einmal schlechter als Platz vier. Im Gesamtweltcup ist er der beste Deutsche.
Der Wahl-Oberstdorfer wirkt in diesem Winter so fokussiert und ausgeglichen wie noch nie. Vor der Tournee betonte er mehrfach, dass er die dortigen Wettkämpfe als Einzel-Events sehe. Rund um Weihnachten verzichtete er bewusst auf Social Media. Bloß kein Druck lautete das Motto. Den riesigen Tournee-Trubel bekommt er zwar mit, lässt sich davon aber nicht beeinflussen.
Party-Stimmung im Allgäu
Bei prächtigem Winterwetter mit ganztägigem Sonnenschein sammelten sich die Fans schon früh in den Straßen und Gassen des Ortes, in dem eigentlich nur knapp 10.000 Menschen leben. Bei Party-Musik, Bier, Bratwurst und Glühwein stimmten sie sich auf das Spektakel an der Schattenbergschanze ein. Aus dem Vorgarten heraus verkauften Kinder selbstgebastelte Schilder mit Anfeuerungsrufen für ihre Idole.
Auch in der Arena war die Stimmung prächtig. "Ich habe wirklich versucht, das oben aufzunehmen, das mitzunehmen. Das ist mir gelungen", sagte Hoffmann.
Wellinger kam dagegen überhaupt nicht klar. Auch Pius Paschke, der im vergangenen Winter noch als Führender im Gesamtweltcup zur Tournee gereist war, rief sein Leistungsvermögen nicht annähernd ab. Er landete auf Rang 32.
Die Springer haben nun einen Ruhetag, bevor es an Silvester um 16.00 Uhr mit der Qualifikation für das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen weitergeht (ZDF und Eurosport).