Viermal schaffte es Raimund in dieser Saison schon auf das Podest. Im Gesamtweltcup liegt er auf Rang vier. Dass er deshalb der aktuell gefragteste DSV-Adler ist, daran muss er sich noch gewöhnen. Als Teamkollege Karl Geiger ihn bei einer Medienrunde vor dem Tournee-Start in die Mitte zwischen sich und Horngacher sitzen will, protestiert Raimund zunächst. "Ich will aber nicht in der Mitte sitzen", sagt er und nimmt dann doch dort Platz.
Topfavoriten kommen aus Slowenien und Japan
Raimund geht genau wie sein ebenfalls zuletzt starker Mannschaftskamerad Felix Hoffmann in der Rolle des Jägers in den Wettkampf um den goldenen Adler. Topfavoriten sind der Slowene Domen Prevc und der japanische Tournee-Experte Ryoyu Kobayashi.
Sobald die beiden Fehler machen, will Raimund da sein. Den ersten Weltcup-Sieg im Einzel ausgerechnet vor Zehntausenden Fans bei der Tournee feiern - das wäre doch was.
Helfen könnte ihm dabei seine ihm eigene Lockerheit. "Es sind für mich vier Einzel-Wettkämpfe", betont er. "Ich sehe die Tournee nicht als das Ding der Welt. Ich sage jetzt nicht: Wenn ich die Tournee gewinne, werde ich der nächste Papst."