Viernau Weg mit dem Baum

Annett Recknagel

In Viernau wurde am vergangenen Freitag eine zünftige Knut-Party gefeiert. Die ausrangierten Weihnachtsbäume dienten als Brennmaterial. Der Viernauer Feuerwehrverein war für die Versorgung und Organisation zuständig.

„Papa, das ist unserer“, verkündete der kleine Willy und durfte mit anpacken, als der ehemalige Weihnachtsbaum in Richtung Feuerschale gezerrt werden musste. Das ging in Ordnung – Willys Papa ist Feuerwehrmann. Und als solcher auch Vereinsmitglied. Und der war in der vorigen Woche für die Knut-Party am Gerätehaus verantwortlich. Angelehnt war sie an die bekannte Idee aus Schweden – bekanntlich fliegen dort nach dem Fest die ausgedienten Weihnachtsbäume auf die Straßen.

In Viernau nahm man das nicht ganz so wörtlich. Wer zum Knut-Fest ans Feuerwehrgerätehaus nach Viernau kam, konnte seinen Weihnachtsbaum ganz einfach mitbringen. Und das nahmen sehr viele in Anspruch. Schließlich ist es eine gute Gelegenheit, das Gehölz loszuwerden und einen Glühwein-Gutschein bekam man obendrein. Und dank der Feuerwehrleute standen die Bäume sehr schnell in Flammen. Manch einer machte Augen, wie schnell so was geht. „Stell dir vor, dass passiert in deiner guten Stube“, war zu hören und das stimmte nachdenklich.

Also – Vorsicht im Umgang mit Feuer. Damit hatte die Veranstaltung zusätzlich einen präventiven Charakter. Weil die Bäume so schnell brannten, war im Umkreis äußerste Vorsicht geboten. Die 20 Kinder der Viernauer Jugendfeuerwehr hatten sich für das Foto mit reichlich Abstand vor die Absperrung gestellt, flitzten aber, als es loderte, sofort wieder auseinander. Es wärmte schon mächtig – das Feuer. Zudem waren damit freilich gute Wünsche für das neue Jahr verbunden und Spaß sollte man an dem Abend auch haben. In der Fahrzeughalle gab es ausreichend Sitzplätze.

Der Feuerwehrverein bot Bratwürste und Getränke an. Brave Kinder durften sogar ins Feuerwehrauto klettern. Für Johann, Dion und Aaron war das ein Abenteuer. Jugendfeuerwehrwart Steffen Büttner zeigte sich erfreut, dass die Ausbildung des Nachwuchses endlich wieder regulär durchgeführt werden kann. Derzeit vereint die Jugendwehr 20 Mädchen und Jungen zwischen sechs und 16 Jahren.

 

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